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Viel verbrannte Erde hat Wirt Rudolf Schall in Penzberg hinterlassen. In Brunnthal ist man deswegen jetzt skeptisch, ob er der richtige Pächter für den neuen Gasthof ist. 

Nach Vorfall in Penzberg

Vertrag mit neuem Wirt in Brunnthal liegt auf Eis

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Neues Rumoren um die Brunnthaler Ortsmitte. Bei der Wahl des Wirtes für den zentralen Gasthof kündigen sich größere Probleme an. Der erfahrene Pächter Rudolf Schall war bisher als neuer Wirt fest vorgesehen. Noch beim Richtfest Ende 2017 herrschte Eintracht zwischen Gemeinde und potenziellem Betreiber. Aber mittlerweile stehen harte Vorwürfe im Raum.

Brunnthal– Schall soll Ende 2017 die von ihm nur wenige Monate zuvor übernommene Gaststätte in der Penzberger Stadthalle ohne Absprache mit dem dortigen Gemeinderat und ohne Vorab-Information an die Stadt an eine andere Wirtin übergeben haben (wir berichteten). In Brunnthal befürchtet man nun offenbar womöglich ähnliches Ungemach.

Auf Nachfrage bestätigte Bürgermeister Stefan Kern (CSU), die schwierige Sachlage werde am 14. März in der nächsten Sitzung des Brunnthaler Gemeinderates erneut erörtert - allerdings aufgrund der Vertragsinhalte in nicht öffentlicher Sitzung. Der unterschriftsreife Vertrag liegt zumindest vorerst auf Eis. Mancher Gemeinderat hätte ohnehin gerne, dass dieser von der Gemeinde auch nicht unterzeichnet wird. Wichtig ist die Brunnthaler Wirte-Wahl in jedem Fall. Denn bei dem in der Bauphase stetig teurer werdenden Objekt kommt sehr viel auf das richtige Management an, ob das Vorzeigeprojekt letztlich auch ein solches wird. Bürgermeister Stefan Kern räumte ein, Schall habe zwar ein „insgesamt gutes Betriebskonzept vorgelegt“. Doch Übergabe-Vorgänge in Penzberg würden auch in Brunnthal Fragen aufwerfen. „Schall hat zwischenzeitlich gegenüber der Gemeinde eine Erklärung abgeliefert.“ Über den Inhalt wollte der Rathauschef aber nichts verraten. „Da geht es um Vertragliches. Ich will und kann den Beratungen am 14. März nicht vorgreifen“ betonte er. In jedem Fall müsse jedes Detail vertraglich exakt festgezurrt werden. „Ob das nachher immer hilft, weiß man nie“, blieb aber auch Kern skeptisch.

Ein anderer wird deutlicher. Matthias Amtmann von der UBW ist einer jener, die dem Millionen-Projekt Ortsmitte seit den Anfangszeiten kritisch gegenüberstehen und fühlt sich jetzt in seinen Sorgen bestätigt. „Verbrannte Erde“ sei nicht nur das Projekt selbst, sondern auch das aktuelle Gezeter um den möglichen neuen Betreiber, argumentiert er im Gespräch mit dem Münchner Merkur. „Zwar muss man einem neuen Wirt auch eine Chance geben“, so Amtmann. „Doch der Vertrauensvorschuss ist doch jetzt schon verspielt“, betonte er. Betrachte man das unschöne Szenario in Penzberg, wisse man „doch nicht, was der hier dann alles einfädelt“. Amtmann will im Rat demnächst eindeutig gegen eine Vertragsunterzeichnung stimmen. „Natürlich ist es eine Sache der Ratsmehrheit. Da bin ich auf das Votum gespannt.“

Rudolf Schall war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ob mit seinem Erscheinen am 14. März zu rechnen ist, war vom Bürgermeister nicht zu erfahren.

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