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Ob es im Hofoldinger Forst Windräder geben wird, soll sich Ende des Jahres entscheiden. 

Windräder auf dem Prüfstand

Windmessungen im Hofoldinger Forst haben begonnen

Im Hofoldinger Forst haben die Messungen für mögliche Windräder  begonnen. Dabei wird nicht nur die Windstärke überprüft, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt untersucht. 

Brunnthal – Nachdem vor kurzem der Standortsicherungsvertrag zwischen der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Windenergie Hofoldinger Forst und den Bayerischen Staatsforsten geschlossen wurde (wir berichteten), läuft aktuell die Prüfung, ob die Errichtung von Windenergieanlagen im Hofoldinger Forst wirtschaftlich machbar und ökologisch vertretbar ist.

Mit Laserstrahlen die Windstärke messen

Bereits im Dezember wurde mit der Windmessung begonnen, die sich über rund ein Jahr hinziehen wird. Dazu wurde im Hofoldinger Forst östlich der Autobahn A8 ein sogenanntes Lidar-Messgerät installiert, das in einer Höhe von 637 Metern die Windstärken misst. Die Lidar-Technik ist eine dem Radar verwandte Messtechnik, bei der statt Radiowellen Laserstrahlen zum Einsatz kommen. Eine erste Zwischenbilanz zu den Messergebnissen wird voraussichtlich im Frühjahr vorliegen.

Neben der Wirtschaftlichkeit ist aber vor allem maßgeblich, ob ein Windenergieprojekt im Hofoldinger Forst auch ökologisch vertretbar ist. Dies stellt nicht nur eine planungsrechtliche Voraussetzung dar, sondern liegt auch dem Mitgliedern der Arge-Windenergie Hofoldinger Forst besonders am Herzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Kartierung der Großvögel

Noch im Februar soll mit den naturschutzfachlichen Untersuchungen begonnen werden. Dafür werde es eine umfangreiche Felderhebung geben. Mit Hilfe zweier, etwa zehn Meter hoher Gerüsttürme soll eine Kartierung der Großvögel erfolgen. Horste und Fortpflanzungsstätten werden aufgesucht. Darüber hinaus wird auch nach Uhus, Eulen, der Haselmaus und anderen Tieren gesucht, die im fraglichen Gebiet beheimatet sein könnten.

Artenschutzrechtliche Prüfung

Im Anschluss wird ein faunistisches Gutachten erstellt, die sogenannte spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und ein landschaftspflegerischer Begleitplan entwickelt.

Entscheidung könnte Ende 2020 fallen

Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, werden die Mitglieder der Arge darüber entscheiden, ob es dort Windenergieanlagen in kommunaler Planungshoheit geben wird. Dies wird frühestens Ende 2020/Anfang 2021 der Fall sein. Sobald die Zwischenergebnisse der Windmessung vorliegen, wird die Arge die Bürger in allen beteiligten Gemeinden über den aktuellen Stand in separaten Veranstaltungen informieren. Die Infoveranstaltungen sind für Ende Mai/Anfang Juni 2020 geplant. 

mm

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