Buck verwandelt Elfmeter zum 1:0-Sieg bei Erzgebirge Aue

- VON MARTIN BECKER Aue / Unterhaching - Sie kämpften bis zum Umfallen, retteten in einer brenzligen Schlussphase den knappen Vorsprung bis zum Ende der Nachspielzeit und lagen sich anschließend glücklich in den Armen: Dank einer taktisch überragenden Mannschaftsleistung feierte die SpVgg Unterhaching gestern Nachmittag trotz Personal-Engpass mit 1:0 (1:0) beim FC Erzgebirge Aue den dritten Auswärtssieg. "Wir wollten unbedingt einen Punkt, und jetzt sind es sogar drei", jubelte SpVgg-Trainer Harry Deutinger. Der Kontostand summiert sich somit auf 31 Zähler aus 22 Spielen - für den angestrebten Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sieht es mehr als gut aus.<BR>

<P>Turbulent ging die erste Hälfte zu Ende. Als der Pausenpfiff schon fast nahte, stürmte nach einem langen Ball plötzlich Robert Lechleiter allein aufs Tor des FC Erzgebirge Aue. Tomasz Kos wusste sich nur mit einer Notbremse zu helfen, trat dem Hachinger Angreifer in die Hacken - dafür gab`s prompt die Rote Karte. Und Elfmeter für die SpVgg! Stefan Buck schnappte sich die Kugel, schoss stramm ins rechte Eck, wohin auch Torhüter Bobel flog und auch eine Faust an den Ball brachte - abzuwehren vermochte er den Strafstoß aber nicht, 1:0 für Haching unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Zugleich, wie sich rund eine Stunde später herausstellen sollte, das Endresultat.<P>Die Hachinger, die im ersten Durchgang Torchancen durch Sträßer (knapp vorbei) und Lechleiter (traf den Ball nicht richtig) besaßen, profitierten nach der Pause nicht wesentlich von der Überzahl-Situation. Aue kam schwungvoll aus der Kabine, aber SpVgg-Torwart Philipp Heerwagen zeigte bei einem Schuss von Dostalek (53.) ebenso eine prima Reaktion wie zu Beginn schon bei einem Kracher von Demir (7.).<P>"In der ersten Hälfte haben wir klar dominiert, danach aber in Überzahl etwas von unserem guten Spiel verloren. Am Schluss sind wir glücklich über die Zeit gekommen", resümierte Deutinger. Manager Norbert Hartmann sprach der Mannschaft ein großes Lob aus: "Taktisch und kämpferisch haben sich alle bestens präsentiert und so die Ausfälle kompensiert." Man habe Aue "70 Minuten lang unter Druck gesetzt", so Hartmann. Aber: "Am Ende haben wir uns zu weit zurückgezogen - dadurch gab es ein, zwei knifflige Situationen."<P>Zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz kam übrigens Youngster Florian Hörnig (19), der für Teinert eingewechselt wurde. "Er ist eigentlich Innenverteidiger, musste heute auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld spielen. Aber es hat gepasst", lautete Hartmanns Fazit. Aue: Bobel - Kos, Emmerich, Loose - Curri, Kurth (71. Klinka), Lenze (46. Dostalek), Liebers - Helbig, Juskowiak, Demir (46. Jungwirth) Unterhaching: Heerwagen 2 - Frühbeis 2, Majstorovic 3, Buck 2, Tavcar 2 - Thomik 2, Holzer 2, Sträßer 2 (80. Frommer -), N`Diaye 2 - Teinert 3 (68. Hörnig 2), Lechleitner 2 (90.+1 Adzic -) Tor: 0:1 Buck (45., Foulelfmeter) Schiedsrichter: Stachowiak (Duisburg) - Zuschauer: 9900 Rote Karte: Kos nach einer Notbremse (45.) Gelbe Karten: Helbig (5/2), Dostalek (2) - Teinert (5/4) <P>

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