Bürger an einem Strang gezogen

- Jahresempfang in Baierbrunn

Baierbrunn (sb) - "Da ist das neue Jahr gerade einmal vier Tage alt und in Baierbrunn wird schon gefeiert." Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeisterin Christine Kammermeier (SPD) den Neujahrsempfang der Gemeinde.

Ein guter Start in die Zukunft müsse mit einem Rückblick beginnen: "In Baierbrunn hatten wir trotz aller Krisen ein erfolgreiches Jahr", sagte Kammermeier. In ihren Augen sei das ein Verdienst aller Baierbrunner: "Alle haben an einem Strang gezogen." Auch wenn es im Gemeinderat nicht an "würzigen Diskussionen" gefehlt habe, sei vieles erfolgreich auf den Weg gebracht worden.

Eine wichtige Aufgabe im neuen Jahr sei die Bereitstellung von Wohnraum. "Schließlich lebt eine Gemeinschaft von den Menschen", sagte sie. Das gelte gerade für junge Familien. Und das trotz des ausgebliebenen "großen Wurfes" der Politiker in Berlin, so die SPDlerin. "Trotz aller Notwendigkeit zum Sparen brauchen die Bürger weiter gute Straßen, Bildungseinrichtungen und andere Leistungen." Daher beruhige es sie, dass die Bürger in Baierbrunn auch ehrenamtlich im vergangenen Jahr viel geleistet hätten: "Ehrenamtliche Tätigkeit kann im positiven Sinne ansteckend sein", sagte die Bürgermeisterin.

Zum neuen Jahr solle man nicht nur auf Zerbrochenes, Unvollendetes und Gescheitertes zurückblicken, sondern auch auf helfende Menschen und neu eröffnete Möglichkeiten. Schließlich seien die Probleme in Deutschland im Vergleich zu den Katastrophen in der Welt vergleichsweise gering.

Unter einem flotten Tusch, den Adi Stahuber und Band spendeten, wünschte sie einen guten Start ins neue Jahr. Swingend und jazzend untermalten die in stilvolle weiße Sakkos gekleideten Musiker den anschließenden gemütlichen Plausch der Baierbrunner bei Sekt und Plätzchen. Die Bürgermeisterin zeigte sich erfreut über die zahlreichen Gäste. "Bei dem Schneetreiben hätte ich nicht so viele erwartet", sagte sie. Nicht nur der sichtlich gut gelaunte Adi Stahuber mit seinem "Isarsound Orchestra" ließ die Kälte des Nachmittags vergessen.

"Wir wünschen uns doch alle Glück"

Mit einem literarischen "Drei-Gänge-Menü" fütterte Paul Huppertz die Gäste. Das ging von witzigen Anekdoten über den ersten Flächennutzungsplan der Menschheit - die Schaffung des Paradieses - über und die unausrottbar stille Herrschaft der Bürokraten hin zum Nachsinnen über das Glück. "Schließlich wünschen wir uns doch alle Glück", sagte Huppertz. Und das liege doch gerade in den kleinen Dingen. "Glücksforscher haben herausgefunden, dass eine lebenswerte Umgebung für das Glücksgefühl unvergleichlich wertvoll ist", fuhr er fort. Und dass die Baierbrunner sich auch 2004 um eine solche kümmern werden, davon zeigte sich die Bürgermeisterin fest überzeugt: "Die Bürger haben sich in den letzten Jahren immer um Baierbrunn als lebenswerten Ort gekümmert."

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