Lawinenabgang in Hotel-Nähe: Verschüttete in Tirol

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Begeisterter Bürgermeister: Rathauschef Franz Schwarz führt Besuchergruppen durch das neue Gebäude. Foto: mic

Bürger spenden Beifall fürs neue Bürgerhaus

Unterföhring - Beim Tag der offenen Tür im neuen Bürgerhaus zeigten sich viele Besucher begeistert vom neuen Prachtbau in Unterföhring. Die Bürger hegen die Hoffnung, dass der markante Bau zum Ort der Begegnung wird.

Die 40-jährige Münchnerin Anja Bischof ist eigens aus Oberföhring gekommen: „Ich habe in einem Anzeigenblatt davon gelesen und wollte mir das Haus mal anschauen. Es ist nicht so teuer und man bekommt Parkplätze. Ich werde sicher noch öfter herkommen.“ Ihr Mann Frank ist auch ganz begeistert: „Auf meinem Weg zur Arbeit am Flughafen bin ich hier immer vorbei gefahren, habe das Haus wachsen sehen. Auf der Bautafel hat das Haus mich nicht überzeugt. Aber jetzt finde ich es sehr gelungen. Unterföhring zeigt, dass es auch außerhalb München Kultur gibt.“

Eine Kultur, auf die der Bürgermeister sehr stolz ist. Leidenschaftlich führte Franz Schwarz persönlich den ganzen Tag über die Besuchergruppen durch das Haus, erklärt unter anderem, warum der hydraulisch versenkbare Orchestergraben so wichtig ist und dass das Haus auch für private Zwecke genutzt werden darf.

Über das tolle Angebot sind sich alle Besucher einig. Über die Ästhetik des Hauses aber herrscht unterschiedliche Meinung. „Mich stört das Schwarze“, meint eine Unterföhringerin, die das Schöpfungs-Konzert von Haydn zwei Tage zuvor schon genossen hat. „Ich verstehe nicht ganz, warum die große Bühne so dunkel sein muss.“ „Großzügig und schön“, findet das ganze Haus dagegen Karin Bauer, seit zwölf Jahren in Unterföhring daheim. Sie gibt aber zu: „Die Gemütlichkeit fehlt noch ein bisschen. Aber das gehört wahrscheinlich zu so einen modernen Bau dazu.“

Es ist keine Altersfrage, ob man das Gebäude gut findet, wie Georg Seitz, alt eingesessener Unterföhringer, beweist. „Ich bin sehr begeistert von der ganzen Anlage. Endlich haben wir mal ein Zentrum, wo alle sich treffen können“, schwärmt Seitz. Er blickt vom ersten Stock fröhlich hinunter durch die große Glasfront auf den Vorplatz. Dort tummeln sich die Kinder mit Luftballons; die Erwachsenen stehen rund um den Wagen des Museums „Feringa Sach“. Helmut Frühtrunk vom Heimatmuseum hat auch nur lobende Worte für das Bürgerhaus: „Das ist ein auf die Zukunft gerichtetes Haus. Wie das Rathaus einst, wirkt es vielleicht etwas ungewohnt. Aber es passt sich gut an das Umfeld an.“

Die 27jährige Manuela Hohenista, die mit Ehemann und ihren drei Kindern gekommen ist, interessiert das Funktionelle des Hauses: „Die Kegelbahnen finde ich interessant und natürlich die Bibliothek und den Spielplatz. Der Aufzug in der Bücherei ist für unseren Zwillingswagen allerdings etwas eng.“

Rosemarie Keil, rechte Hand des Bürgermeisters, freut sich über den großen Erfolg: „So soll es sein. Wir bauen ja kein Haus, damit hier Ruhe herrscht.“

Annette Gannsmüller-Maluche

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