Großer Andrang in der Kyberghalle: Rund 450 Oberhachinger wollten sich über einen Geothermie-Anschluss informieren. Foto: Jürgen Bollig

Bürger zeigen großes Interesse an Geothermie

Oberhaching - Rund 450 interessierte Oberhachinger drängten sich jetzt in die Kyberghalle, um sich über die Möglichkeiten eines Anschlusses an die Geothermie zu informieren.

Wie Bürgermeister Stefan Schelle erläuterte, arbeitet die Gemeinde bereits seit einigen Jahren verstärkt daran, regenerative Energien einzusetzen, wie zum Beispiel durch Hackschnitzelheizwerken oder Photovoltaikanlagen. Nun bietet sich die Chance, im Rahmen des Grünwalder Geothermieprojekts in Laufzorn die gesamte Gemeinde langfristig mit regenerativer Energie zu versorgen. „Für den Standort Oberhaching ist dies optimal, da zuziehende Familien immer häufiger nicht nur nach der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und der Schulsituation fragen, sondern auch die Energieversorgung ein Thema ist“, erklärte er.

Interessiert lauschten die zahlreichen Besucher den Ausführungen des Bürgermeisters, wo und wann die einzelnen Bauabschnitte geplant sind. Bezüglich der Kosten erklärte anschließend Thomas Hümmer, Geschäftsführer der Gemeindewerke Oberhaching, dass die Verhandlungen mit der Erdwärme Grünwald GmbH noch nicht abgeschlossen seien. Vorraussichtlich aber würden die Preise für einen Anschluss bei 4165 Euro liegen. Zudem sei ein jährlicher Grundpreis von 440,30 Eurovorgesehen. Die Megawattstunde werde wohl auf rund 69 Euro kommen. Damit die Geothermie genutzt werden kann, müsse im Haus ein Wärmetauscher bereitgestellt werden.

Wichtig ist laut Schelle, dass sich möglichst viele Haushalte an die Geothermie anschließen lassen, da sich dies positiv auf die Preise auswirke. Um dafür einen Anreiz zu schaffen, erhielten diejenigen, die sich frühzeitig entscheiden, einen „Frühbucher-Rabatt“ von 50 Prozent bei den Anschlusskosten. Der Rabatt könne in Anspruch genommen werden, wenn ein Haushalt sich innerhalb von fünf Jahren an das Versorgungsnetz anschließen lasse.

Wo nach den fünf Bauaubschnitte, die bisher geplant ist, anschließend das Netz noch weiter verdichtet wird, hänge davon ab, wie viele Anwohner sich im jeweiligen Gebiet anschließen lassen, so Schelle. „Machen Sie also Werbung bei den Nachbarn“, forderte er die Anwesenden auf.

Info-Sprechstunde

Zu weiteren Detailfragen, zum Beispiel zu vorhandenen Gasanschlüssen, die Wiederherstellung des Gartens nach Verlegung der Leitung oder Übergangslösungen, wenn der Ölkessel kurz vor dem Anschluss ausfällt, informiert die Planungsgesellschaft „Plan G“ jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr im Rathaus. Anmeldung ist unter Tel: 61 39 83 81 möglich.

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