Vorsorglich gefällt. Johannes Bußjäger will am Schwabener Weg aber wieder aufforsten. Foto: rabe

Bürgerbegehren gegen Baumschutzverordnung

Grasbrunn - Die geplante Baumschutzverordnung lässt Grasbrunn nicht zur Ruhe kommen. Ein knappes Dutzend Gemeindebürger traf sich am Wochenende und beschloss, alles zu unternehmen, um mittels eines Bürgerentscheides eine Baumschutzverordnung zu vermeiden.

Der Kreis um Wolfgang Kainz-Huber und Herbert Attig möchte der Bevölkerung die Argumente der Verordnungsgegner nahebringen. Dazu wird es Flugblätter und Informationsveranstaltungen geben. Vor allem aber setzen sie auf viele persönliche Gespräche.

„Eine Baumschutzverordnung ist gerecht und bürgerfreundlich nicht praktizierbar“, sagte der ebenfalls anwesende Wilhelm Dresel. Der Altbürgermeister war von einer Vielzahl von Grasbrunner Bürgern gebeten worden, bei der „Interessengemeinschaft grünes Grasbrunn“ mitzuarbeiten. Vom Ablauf her müssen die Aktivisten die Unterschrift von mindestens neun Prozent der Stimmberechtigen sammeln, damit ein Bürgerentscheid durchgeführt werden kann. Beim Bürgerbegehren entscheidet die Mehrheit der abgegeben Stimmen. Zusätzlich müssen mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten das Bürgerbegehren unterstützen.

Ausgesprochen interessant ist die Zusammensetzung des Bündnisses. So dürfte es den Grünen-Gemeinderat Max Walleitner, Antragsteller für eine Baumschutzverordnung, nicht besonders freuen, dass Herbert Attig Mitinitiator ist. Attig hatte der bei der letzten Gemeinderatswahl auf der Grünen-Liste um Max Walleitner kandidiert und wäre als Dritter auf der Liste fast in den Gemeinderat eingezogen. Auch Ingrid Röser, als Nummer zwei der Grünen-Liste in den Gemeinderat eingezogen, hat im Gemeinderat gegen die Baumschutzverordnung gestimmt. So machen die Nummer zwei und drei der damaligen Liste und damit zwei Drittel der Grünen-Spitzenkandidaten gegen Walleitner Front. Und das obwohl Herbert Attig betont, den Grünen immer noch verbunden zu sein.

Wichtig ist der Umstand, dass die Initiatoren der „Interessengemeinschaft grünes Grasbrunn“ alle Gemeindebürger auffordern, keine weiteren Bäume umzuschneiden sondern lieber die weitere Entwicklung abzuwarten. Es gebe gute Chancen, die Verwertung der Grundstücke auch ohne Baumfällungen zu gewährleisten.

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