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Auf eine erfolgreiche Zukunft: Unterföhrings Bürgermeister Franz Schwarz (M.) stößt mit seinem Kulturreferenten Peter Settele (l.) und Architekt Dieter Guttenberger an. Foto:

Bürgerhaus eröffnet: "Kulturziegel" für 30 Millionen Euro

Unterföhring - Mit dem Unterföhringer Bürgerhaus samt großzügigem Freigelände ist eine neue Ortsmitte in Unterföhring entstanden. Am Donnerstagabend wurde das 30 Millionen Euro teure Luxus-Bürgerhaus offiziell eröffnet.

Unterföhring: Bürgerhaus eröffnet

Handwerker montierten am Vormittag noch die letzten Lampen und Lautsprecher, Putzleute reinigten Böden und Möbel, Dekoration wurde aufgebaut. Es war eine Punktlandung, als nach zweijähriger Bauzeit und eingeschobenen Sonderschichten der große Moment gekommen war, und es mit roter Licht-Installation und klassischer Blasmusik festlich wurde.

Bürgermeister Franz Schwarz eröffnete vor rund 400 Festgästen die „gute Stube“ der Gemeinde. „Das neue Bürgerhaus ist als wesentlicher Teil unserer Ortsmitte und als neuer Treffpunkt für unsere Bürger und Gäste geplant und realisiert worden“, sagte Schwarz, der zu diesem Anlass erstmals seine neue Amtskette trug.

Für die Kultur bedeutet das neue Haus einen Meilenstein: Die Schulaula mit 300 Sitzen ist für das Programm des ehrenamtlichen Kulturreferenten Peter Settele längst zu eng geworden. Das neue High-Tech-Bürgerhaus, das im Ort den Spitznamen „Kulturziegel“ trägt, bietet 700 Plätze. Mit 75 Veranstaltungen im kommenden Jahr, 70 000 verteilten Programmen und einem Kulturetat von rund einer Million Euro will die Versicherungs- und Mediengemeinde Unterföhring zum Kulturmagnet im Münchner Nord-Osten werden.

Das Herzstück des modernen Gebäudes, mit rot eloxierender Fassade, bildet der große Saal mit Bühne und - einzigartig im Landkreis - einem Orchestergraben. Hier werden Symphonieorchester und große Theaterbühnen zu Gast sein. Daneben sind Ateliers, Vereinsräume und eine Kegelbahn entstanden, sowie ein Werkraumtheater für 80 Besucher. Von 18 auf 30 Millionen Euro waren die Baukosten im Laufe der Planung explodiert, weil der Gemeinderat, der alle Entscheidungen bis ins Detail diskutierte, höchste Qualität wünschte.

Der rund 2000 Quadratmeter große Vorplatz ist das Bindeglied zwischen Bürgerhaus und Rathaus. Er soll zum lebendigen Ortskern werden. Der Sprecher der Unterföhringer Vereine, Stefan Ganser, sicherte zu, „dass wir Vereine mit großem Engagement unseren Teil dazu beitragen werden“.

Charlotte Borst

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