Bürgermeister beim Neujahrsempfang: Ohne Kommunikation geht es nicht

Unterschleißheim - Der Neujahrsempfang der Stadt Unterschleißheim ist immer gut besucht. Doch in diesem Jahr kamen so viele Menschen wie nie zuvor: 836 Gäste trafen sich im Festsaal des Bürgerhauses und hörten der Festrede von Bürgermeister Christoph Böck (SPD) zu.

Böck ließ die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren, blickte nach vorne und ehrte drei besonders verdiente Bürger.

Hauptperson des Unterschleißheimer Neujahrsempfangs war Johanna Krimmer (78), die die Ehrenmedaille in Gold erhielt. Sie hat vor 27 Jahren den Bbehinderten- und Nichtbehinderten-Gruppentreff“ gegründet. Außerdem ist sie seit 17 Jahren die Vorsitzende des VdK in Unterschleißheim. Auch in 24 Jahren als Mitglied des Seniorenbeirates und davon 20 Jahren als Vorsitzende habe sie sich sozial sehr stark für Unterschleißheim engagiert, lobte Böck.

Die silberne Ehrenmedaille der Stadt erhielt Rudi Lallinger (73). Der Zweite Vorsitzende des Trachtenvereins „Würmbachtaler“ ist bereits seit 54 Jahren Mitglied und hat sich der Heimatpflege verschrieben.

Erika Mühlbacher (93) erhielt ebenfalls die Silber-Medaille für ihr langjähriges Engagement bei der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen. Seit nunmehr 20 Jahren betreut sie die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

Beim Rückblick auf 2015 sprach Böck von „einer Achterbahnfahrt“ bei der Gewerbesteuer, die am Ende mit 65 Millionen Euro „eine Erfolgsstory“ wurde. Im vergangenen Jahr habe Unterschleißheim Erfolgsgeschichte geschrieben, unter anderem mit der Fertigstellung der Bahnunterführung an der Bezirksstraße. Außerdem erinnerte Böck an die Rettung eines Familienvaters, der nur überlebte, weil seine Helfer einen öffentlich angebrachten Defibrillator nutzen könnten.

„Reden wir miteinander anstatt übereinander“, war die Botschaft des Bürgermeisters. Diese Kommunikation sei notwendig, damit Integration gelingen könne. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen an Silvester in Köln dürfe man weder alle Asylbewerber schuldig sprechen, noch alles schön reden.

Für das angelaufene Jahr hat sich Böck zum Ziel gesetzt, den Wirtschaftsstandort Unterschleißheim weiter voranzubringen. Ein erstes richtiges Zeichen sei die Senkung der Gewerbesteuer von 350 auf 330 Prozentpunkte. Der nächste Schritt für die Sicherung der Zukunft soll der Büropark „Office Plaza“ sein, mit dem die Vielberth-Gruppe - nach dem Garchinger Business Campus - ein weiteres Projekt im Norden des Landkreises stemmen möchte. Und das Unterschleißheim als Standort für Unternehmen noch ein Stück attraktiver machen soll. Nico Bauer

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