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Wohnbebauung statt S-Bahn: Links neben den Bäumen verläuft die S-Bahnlinie S2 von München in Richtung Markt Schwaben. Eine Abzweigung quer über den Acker in Richtung Messe Riem würde den Bau von Wohnungen unmöglich machen. 

Bürgermeister sagt Nein zum Abzweig der S2

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Statt eines S-Bahn-Abzweigs setzt Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) lieber auf neue Wohnungen.

Feldkirchen – Ein Teil des Großprojekts viergleisiger Bahnausbaus zwischen München-Ost und Markt Schwaben soll eine Abzweigung von der S2 in Richtung Messegelände in Riem sein. Doch diese Strecke würde komplett über Feldkirchner Grund verlaufen. „Wenn wir dem zustimmen würden, dann wäre das ein Ende der Entwicklung von Feldkirchen nach Westen. Daher geht das auf keinen Fall“, sagt Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) entschieden.

Bei der Tagung des IHK-Regionalausschusses in Ebersberg erläuterte Gerhard Wieland, Referent für den Schienenverkehr bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, dass aufgrund der zweiten Stammstrecke, des Erdinger Ringschlusses, der Steigerung des Fernverkehrs auf der Bahnstrecke über Markt Schwaben sowie der wachsenden Bevölkerung in der Region, wie schon lange vorgesehen zwei zusätzliche Gleise gebaut werden müssten. Dadurch wären enorme Fahrzeitverkürzungen möglich, etwa von Poing zum Flughafen oder von Markt Schwaben zur Messe. Der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU) brachte in dem Zusammenhang auch die direkte Anbindung der Messe in Riem ins Gespräch, betonte aber, dass es Konflikte mit der Gemeinde Feldkirchen gebe. Derzeit laufen laut Niedergesäß Gespräche für einen Kompromiss.

Van der Weck entgegnete auf Nachfrage, dass es keinerlei Gespräche gebe. „Wir haben genau in dem Gebiet der von manchen geplanten S-Bahn-Kurve in Richtung Messe seit vielen Jahren einen gültigen Flächennutzungsplan für eine Wohnbebauung. Das ist unsere Erweiterung vom heutigen Sportpark nach Westen bis hin zur S-Bahn.“ Einer S-Bahn-Abzweigung in Richtung Messe werde man niemals zustimmen. „Weder oberirdisch noch im Untergrund. Das haben wir der Messe und das haben wir gegenüber dem Landratsamt mehrfach eindeutig erklärt. Da gibt es also weder Gespräche, noch suchen wir nach einem Kompromiss.“ 

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