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Bürgermeister ist sauer: "Die Bahn lässt den Bahnhof vergammeln"

Neubiberg - Neubibergs Bahnhof befindet sich in üblem Zustand. Bürgermeister Günter Heyland wirft den Bahn-Verantwortlichen in einem offenen Brief Verzögerungstaktik vor. Auch ein mittlerweile offenbar möglicher Verkauf des Geländes an die Gemeinde kann sich noch hinziehen.

Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U) ist sauer, und zwar richtig. Auslöser seines Zorns ist die Deutsche Bahn. Denn die lässt nach Meinung des Bürgermeisters den S-Bahnhof Neubiberg „seit knapp sechs Jahren vergammeln und verhinderte mehr als fünf Jahre mit unverhältnismäßigen Forderungen die Vermietung des DB-Service-Stores“. In einem offenen Brief lässt Heyland seinem Ärger freien Lauf und wirft der Bahn Verzögerungstaktik vor.

Vergeblich hatten diverse Gewerbetreibende in der Vergangenheit versucht, mit der Deutschen Bahn einen Mietvertrag für den Service-Store auszuhandeln (wir berichteten). Mehrmals protestierten Fahrgäste gegen die Vorgehensweise der Bahn, sammelten Unterschriften und schrieben Protestbriefe an Bahnchef Rüdiger Grube. Das zeigte offenbar Wirkung: Scheinbar kam Bewegung in die Sache, als der Regionalleiter Süd gegenüber der Gemeinde verkündete, dass die Bahn bereit sei, den kompletten Bahnhof an die Gemeinde zu verkaufen. „Diese Zielrichtung ist völlig neu, denn alle meine bisherigen Kaufabsichtserklärungen wurden bisher von der Bahn aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt“, sagt Heyland. Das Problem dabei ist nur: Bis ein konkretes Angebot vorliegt, können „wegen interner Abstimmung der Abteilungen“ bei der Deutschen Bahn noch zwei Jahre ins Land gehen.

Die Gemeinde einigte sich mit der Bahn darauf, bis zum Verkauf einen Mietvertrag für den Service-Store abzuschließen, um dann an einen Neubiberger Gewerbevertreibenden unterzuvermieten, der den Store als Ladengeschäft wiederbelebt. Laut Heyland wurde der Gemeinde ein erster Vertragsentwurf vorgelegt, in dem sich Neubiberg verpflichtet, das Gebäude innen auf eigene Kosten instandzusetzen und der Gemeinde einen Untermietvertrag erlaubt. Im Gegenzug sollte die Bahn vor Vertragsabschluss mehrere zerkratzte Fensterscheiben und eine Schiebetür auswechseln.

„Bisher aber liegt weder ein konkreter Vertragsentwurf vor, noch ließen sich die versprochenen Reparaturmaßnahmen am Bahnhofsgebäude erkennen“, heißt es im Schreiben des Bürgermeisters.

„Für mich ist dieses zögerliche Vorgehen nicht nachvollziehbar, da man sich bereits über das weitere Vorgehen einig war“, ärgert sich Heyland. Er könne es verstehen, dass die Geduld der Bürger und Fahrgäste langsam am Ende ist und kündigt an: „Ich werde nicht müde, die Bahn zu einer raschen Lösung zu drängen, wenn nötig erneut mit einer öffentlichen Initiative.“ Der Bürgermeister vermutet, dass nicht nur „internes Kompetenzgerangel“ Hintergrund der Verzögerungen ist, sondern auch „geringes persönliches Engagement der Verantwortlichen“. Mit seinem offenen Appell hofft der Bürgermeister, dass nun doch bald etwas vorangeht und „vielleicht mehr Bewegung in diese Angelegenheit kommt“.

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