Bürgermeister Schwarz verärgert über die Bahn

- Unterföhring - "Die Bahn hat es immer noch nicht verwunden, dass sie beim Masse-Feder-System zum Tunnel in Unterföhring den Kürzeren gezogen hat", sagt Bürgermeister Franz Schwarz (SPD) nach dem Ende des Weihnachtsfriedens. Die Bahn wollte im Gegensatz zu einem Beschluss des Unterföhringer Gemeinderats eine Unterschottermatte als Erschütterungsschutz einbauen und kein Masse-Feder-System (wir berichteten).<BR>

<P>"Sozusagen als Notbremse musste über eine Einstweilige Verfügung der Bahn klar gemacht werden, dass es der Gemeinde sehr wohl zusteht, das in der Mehrkostenvereinbarung verankerte Masse-Feder-System auch einbauen zu lassen, weil bei der von der Bahn vorgesehenen Unterschottermatte der optimale Schutz der anliegenden Wohnbebauung, aber auch der Gewerbebetriebe wie Rechenzentren und Sendestationen, nicht gewährleistet ist", sagt Schwarz. Seitdem verdrehe die Bahn diesen Sachverhalt.<P>Dies wirke sich auch auf Presseberichte aus. So wurde im Münchner Merkur über die Fahrplanumstellung berichtet: "Um diesen Zehn-Minuten-Takt (. . .) anbieten zu können, musste unter anderem in Unterföhring die Strecke der S 8 zum Flughafen zweigleisig ausgebaut werden. Jedoch hat sich die Gemeinde für die bekannte Tunnel-Lösung und modernen Schall- und Erschütterungsschutz (Masse-Feder-System) entschieden. Daher wird die Strecke zum Fahrplanwechsel nicht rechtzeitig fertig. Laut Bahn-Sprecher Horst Staimer musste das Unternehmen daher den bereits ausgearbeiteten Fahrplan zum Zehn-Minuten-Takt kurzfristig umplanen. Heinrich Beckmann, Geschäftsführer der S-Bahn München GmbH bedauert dies. ,Aber die fehlende Infrastruktur hat unser ursprüngliches Konzept unmöglich gemacht.`"<P>Bürgermeister Schwarz hält den Bahn-Sprechern entgegen: Nicht die Entscheidung der Gemeinde sei Ursache für die Bauzeitverlängerung, sondern die Herausnahme der Planungsphase für das Erschütterungsschutzsystem nach den Probemessungen, die im ursprünglichen Zeitablauf vorgesehen gewesen sei.<P>"Und nun will die Bahn suggerieren, dass die Verspätungen der S-Bahn, die eindeutig und alljährlich wiederkehrend mit dem Wintereinbruch zusammenhängen, auf den Tunnel Unterföhring zurückzuführen sind", empört sich Schwarz. "Am 20. Dezember verstieg sich der Pressesprecher der Bahn sogar dazu, in Radio Arabella zu verkünden, dass die Baustelle Unterföhring schuld an Takt- und Umsteigeproblemen ist." Es habe sich doch gezeigt, dass es innerhalb kurzer Zeit möglich war, unter Berücksichtigung der Situation in Unterföhring einen Fahrplan zu entwickeln, bei dem ein Zehn-Minuten-Takt auf Stecken eingeführt wurde, auf denen er eingeführt werden sollte. Unterföhring sei noch nie mit der S 8 im Zehn-Minuten-Takt vorgesehen gewesen. Der Zehn-Minuten-Takt gelte sowieso nur von Montag bis Freitag, so dass am Wochenende ohnehin kein Zwang bestand.gü<P>

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