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Große Verdienste: Bürgermeister Wolfgang Panzer (M.) ehrt (v.l.) Heimatpfleger Günter Staudter, Franziska Kindsmüller vom Helferkreis, den Leiter der Blaskapelle St. Korbinian, Heinz Neubauer, und den Vorsitzenden der Hachingertaler, Rudi Maier.

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Unterhaching – Kommunalpolitische Scharmützel? Nein, in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres ging es in Unterhaching harmonisch zu: Ehrungen standen im Mittelpunkt – allenfalls danach, bei Häppchen und Prosecco, vertiefte sich der ein oder andere in leidenschaftliche Diskussionen.

Um Leidenschaft ging es bei den vier Geehrten, denn sie hätten bewiesen, dass ihr Herz für Unterhaching schlägt, wie Bürgermeister Wolfgang Panzer zu Beginn seiner Laudationes ausführte: „Sie verkörpern die besten Seiten der Gemeinde.“

Wie beispielsweise Franziska Kindsmüller, die schon im Juli 2014 anfing, den Helferkreis Asyl mit professionellen Strukturen aufzubauen – freilich im Ehrenamt. Als im Januar 2015 die erste Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge eröffnet wurde, hatte Kindsmüller als Motor des Helferkreises eine Reihe von Unterstützern in Stellung gebracht. „Sie haben sich jedes einzelnen Schicksals angenommen, nach Lösungen gesucht, wo anfangs keine waren. Sie standen als Mensch anderen Menschen zur Verfügung, egal zu welches Tages- und Nachtzeit“, sagte Panzer. Mit ihrem Engagement stehe Kindsmüller „für Unterhachings mitfühlendes Herz“. Weil man gemeinsam erst ein gutes Stück des Weges gegangen sei und die größere WEgstrecke noch vor sich habe, wünschte Panzer der Asylhelferin „Mut, Optimismus und Gottvertrauen – Sie werden es noch brauchen können“.

Kindsmüller erhielt die Bürgermedaille und Ehrennadel in Gold; die gleiche Auszeichnung überreichte Panzer auch an Heimatpfleger Günter Staudter, den er als „Gedächtnis unseres Ortes“ bezeichnete. Staudter, schon seit Jahrzehnten Chronist des TSV Unterhaching, hatte 2004 vom verstorbenen Ehrenbürger Franz Felzmann dessen Aufgaben als Heimatpfleger übernommen. Für den einstigen Volksschullehrer sei das ein „interessanter Perspektivwechsel gewesen, vom Lehrenden zum Lernenden“, spielte Panzer auf das intensive Aktenstudium an. Inzwischen hat sich Staudter nicht nur eingearbeitet, sondern längst etabliert als Bewahrer von Tradition und Geschichte, aber auch als kritischer Mahner. Weiter so, ermunterte der Bürgermeister den Heimatpfleger: „Bitte lass nicht nach in deinen Bemühungen, das Erbe Unterhachings zu bewahren. Lege weiterhin Finger in die Wunden, wenn dir etwas nicht passt.“

Mit der Silbernen Ehrennadel würdigte Panzer Rudi Maier, den langjährigen Vorsitzenden des Trachtenvereins „D’Hachingertaler“, und Heinz Neubauer, den nicht minder emsigen Leiter der Blaskapelle St. Korbinian. Maier sei die „bayerische Seele der Gemeinde“, Neubauer – der obendrein schon 1958 die Leitung des Kirchenchors übernommen hatte – stehe „für ein halbes Jahrhundert andauerndes kultureklles Engagement“.

Ob Franziska Kindsmüller, Günter Staudter, Rudi Mair oder Heinz Neubauer: „Sie alle“, hob Panzer hervor, „haben Unterhaching geprägt und dazu beigetragen, dass unser Ort lebenswert ist.“ Wer wollte da noch widersprechen? Und so endete die Gemeinderatssitzung mit dem Klang des Gläseranstoßens in parteiübergreifender Harmonie.

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