Ende der Zeitumstellung: EU nennt Termin - Bald könnte es soweit sein

Ende der Zeitumstellung: EU nennt Termin - Bald könnte es soweit sein
Nicht gerade auf Begeisterung stoßen die Ideen zur Windkraft bei den Bürgern. foto: rabe

Bürgermeister wünscht sich einen Windpark

Putzbrunn - Nur zwei Standorte eignen sich in der Gemeinde Putzbrunn für das Aufstellen von Windrädern. „Möglich sind hier maximal drei Anlagen“, erklärte Stadtplaner Peter Markert bei einer Informationsveranstaltung im Sitzungssaal des Rathauses. Eingeladen waren die Bürger. Etwa 40 nutzten die Chance zum Mitdiskutieren.

Für sein Gutachten hatte Markert die gesamte Fläche der Kommune untersucht und fand nur zwei Standorte: eine 2,6 Hektar große Fläche im Waldbereich östlich von Solalinden und ein 7000 Quadratmeter großes Areal im westlichen Bereich der Gemeinde. „Mehr geht nicht wegen der gesetzlichen Auflagen“, machte Markert klar. So soll zu Wohnbaugebieten ein Abstand von 800 Metern eingehalten werden, Stromleitungs- und Richtfunktrassen sind freizuhalten ebenso müssen Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden. „Doch in Putzbrunn gibt es keine Biotope und Landschaftsschutzgebiete“, sagte Markert an. Ob sich die gefundenen Bereiche tatsächlich für Windräder eignen und sich diese wirtschaftlich betreiben lassen, müssten allerdings weitere Untersuchungen zeigen. Nach den vorliegenden Daten des Deutschen Wetterdienstes würde die durchschnittliche Windgeschwindigkeit zwischen 4,7 Meter pro Sekunde und 5,2 Meter pro Sekunde betragen. Das sei aber ein zu niedriger Wert, um die Anlagen wirtschaftlich betreiben zu können. Das Minimum liege bei über 6,5 Meter pro Sekunde. Dennoch will die Gemeinde planerisch tätig werden und nicht abwarten. Um zu verhindern, dass ortsfremde Investoren der Gemeinde zuvor kommen, erklärte Bürgermeister Edwin Klostermeier. Derzeit seien viele dieser Investoren unterwegs und würden versuchen, geeignete Grundstücke aufzukaufen.

Deutlich sprach sich der Rathauschef gegen eine „Verspargelung“ der Landschaft aus. „Aber wir müssen etwas unternehmen, um das von der Staatsregierung erklärte Ziel zum Atomausstieg erreichen zu können. Da sind die Kommunen gefordert“, sagt Klostermeier. Sein Wunsch wäre eine Art Windpark. „Mögliche Standorte befinden sich in Hohenbrunn und Grasbrunn. Mit unseren Nachbarn sind wir im Gespräch“, so Klostermeier. Positiv sei ein Bürgerbeteiligungsmodell oder eine Beteiligung der Gemeinde.

Gegen Windräder in Putzbrunn sprach sich zwar niemand offen aus, aber kritische Fragen wie nach der Zahl der Bäume, die gefällt werden müssten (eine Fläche von etwa 2500 Quadratmeter) deuteten auf wenig Zustimmung. Bezweifelt wurde auch die Wirtschaftlichkeit. Doch Markert machte auch klar, dass die Aussichten, Windräder zu verhindern, gering seien. „Jeder darf sie bauen, wenn der Standort passt und keine öffentlichen Belange dagegen sprechen. Eine reine Verhinderungsplanung der Gemeinde ist nicht zulässig“, betonte Markert.

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