Sehen sich in zwei Wochen wieder: Thomas Glashauser (CSU, l.) und Eugen Stubenvoll (FW). foto: bernadette heimann

Entscheidung vertagt

Bürgermeisterwahl: Aschheim geht in die Verlängerung

  • Bernadette Heimann
    vonBernadette Heimann
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16 Stichwahlen gibt es im Landkreis München um die Bürgermeisterämter. Eine davon in Aschheim.

Aschheim – In Aschheim stand das Ergebnis erst um 20.07 Uhr fest: Es gibt eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Thomas Glashauser (CSU) und Eugen Stubenvoll von den Freien Wählern. Glashauser bekam 2017 Stimmen, das sind 48,04 Prozent, auf Stubenvoll entfielen 32,7 Prozent und 1373 Stimmen. 11,86 Prozent (498 Stimmen) gingen an Sabine Maier von den Grünen. 7,41 Prozent (311 Stimmen) bekam Ingrid Lenz-Aktas (SPD).

„Ein historisches Ergebnis. Das hat es hier noch nicht gegeben“, sagte Stubenvoll. „Ich sehe das als ersten Erfolg, das erste Ziel ist erreicht.“ Er machte sich 2017 beim Protest gegen geplante Straßenerschließungsbeiträge einen Namen. Seinerzeit sammelte er Unterschriften dagegen – es kam zum Bürgerentscheid. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses reagierte Amtsinhaber Glashauser gefasst.. „Wenn man so knapp den Wahlsieg verpasst, ist das schon enttäuschend“, sagte er, dessen CSU bisher traditionell die Mehrheit im Gemeinderat hatte. Das Ergebnis habe ihn nicht völlig überrascht. Bei erstmals vier Kandidaten sei es eben schwieriger, auf Anhieb zu gewinnen „Wir werden die nächsten 14 Tage kämpfen“, betonte Glashauser.

Sabine Maier war mit ihrem Wahlergebnis zufrieden. „Wir sind die Neuen“, stellte sie klar. 2014, bei den letzten Kommunalwahlen, hatten die Grünen in Aschheim nicht mal eine eigene Liste. Maier gilt als das Gesicht der Bürgerinitiative gegen eine Schlachthofansiedlung in Aschheim. Nach dem Erfolg der Initiative gründete Maier einen Ortsverband der Grünen. Am Wahlabend hoffte sie, dass mindestens drei Vertreter im neuen Gemeinderat sitzen werden und damit Fraktionsstärke besitzen. Ingrid Lenz-Aktas, die Grande Dame der Aschheimer SPD, die schon mehrfach für verschiedene Posten kandidierte, darunter 2008 für das Bürgermeisteramt, war sichtlich enttäuscht. „Ich habe definitiv ein besseres Ergebnis erwartet. Das muss ich jetzt erst mal sacken lassen.“

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