+
Auf weitere sechs Jahre: Bürgermeister Alexander Greulich (Mitte) stößt mit Freunden und Parteigenossen auf seine Wiederwahl an – natürlich mit Ismaninger Bier. 

Zweidrittel-Mehrheit

Alexander Greulich bleibt Bürgermeister in Ismaning

Das war deutlich: Mit 66,68 Prozent der Stimmen wurde Alexander Greulich (SPD) als Ismaninger Rathauschef im ersten Wahlgang bestätigt. 

Ismaning –  In absoluten Zahlen sind das 5473 Stimmen. Die seiner Konkurrenten verteilen sich so: Annette Reiter-Schumann (CSU) erreichte 17,87 Prozent (1467 Stimmen) und Max Kraus (Freie Wähler) versammelte 15,45 Prozent der Wähler hinter sich (1268 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 62,1 Prozent. 8289 von 13.348 Bürgern machten ihr Kreuzerl, davon waren 81 Stimmen ungültig.

Schlangestehen für Briefwahl-Unterlagen

Zahlreiche Ismaninger haben noch kurz vor der Wahl am Freitag Briefwahlunterlagen im Rathaus abgeholt, sagte Gerlinde Kastner vom Wahlleitungs-Team. Die Menschen standen Schlange, um die Dokumente zu bekommen. Grund dafür war die Sorge der Bürger vor dem Coronavirus. Auch viele offizielle Wahlpartys sind aufgrund der Pandemie abgesagt worden.

Kleine Party im Torfbahnhof

Das Feiern wollte sich Amtsinhaber Alexander Greulich dennoch nicht nehmen lassen. „Bei der Wahl zeigt sich, wie gut man seine Arbeit in den Augen der Bürger gemacht hat“, sagte er bei der kleinen Party im Torfbahnhof. Gestärkt durch die hohe Zustimmung der Bürger startet er nun in seine zweite Amtszeit. „Was Ismaning auszeichnet, ist das stete Bemühen um Kompromisse“, sagte er. Nur so gehe was vorwärts.

FW-Kandidat Max Kraus „vielleicht ein bisserl zu brav“

Eine Stunde zuvor stand Max Kraus die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Als ein Beamer die ersten Hochrechnungen auf eine Leinwand im Wahllokal in der Mittelschule an die Wand warf, war klar: Seine Konkurrenten waren an ihm vorbeigezogen. „Ich hatte mir mehr erhofft. Vielleicht war ich ein bisserl zu brav“, sagte der FW-Kandidat.

Reiter-Schumann (CSU) hat es als Zugezogene schwer  

Ebenfalls zerknirscht: die Zweitplatzierte Annette Reiter-Schumann (CSU). „Zugezogene haben es schwer, das wusste ich.“ Allerdings sei es immer wichtig, den Bürgern eine Wahl zu bieten, sagte sie. Jetzt entscheidet sich, ob sie oder Max Kraus den Zweiten Bürgermeister stellen. Reiter-Schumann sagt: „Ich stehe auf jeden Fall zur Verfügung.“

Auch interessant

Kommentare