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Ein letztes Mal wird die Münchner Straße in diesem Sommer gesperrt.

Bürgerversammlung Oberbiberg

Kein durchgehender Radweg – aber ein neuer Spielplatz

Das Thema Verkehr beschäftigte die Einwohner der Altgemeinden bei der Bürgerversammlung im Gasthof Kandler in Oberbiberg.

Oberbiberg – Noch immer ist der Radweg, der Oberbiberg mit Oberhaching verbindet, nicht ganz fertiggestellt. Es fehlt zwar nur noch ein winziges Teilstück, doch der Grundstücksbesitzer ist bis heute nicht bereit, dieses zu verkaufen. „Das Enteignungsverfahren läuft noch“, sagte Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) vor den rund 35 Bürgern. „Wir hoffen auf ein Urteil dieses Jahr, doch das haben wir auch schon letztes Jahr gehofft“,

Das fehlende Stück Grund hat es nämlich in sich. Radfahrer müssen an der Kurve vom sicheren Radweg auf die Staatsstraße ausweichen, wo Autofahrer mit Tempo 70 unterwegs sind – eine gefährliche Situation für alle Verkehrsteilnehmer. Ein Bürger regte an, das Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde an dieser Stelle weiter herunterzusetzen, doch da konnte Schelle wenig Hoffnung machen. „Die 70 km/h sind bereits ein Entgegenkommen des Straßenbauamts“, sagte er. „Normalerweise gilt auf der Strecke ein Tempolimit von 100 km/h.“

„In Geduld üben“ müssen sich die Oberbiberger laut Schelle auch bei den Plänen, die Ortsdurchfahrt zu sanieren und in diesem Zug einen durchgehenden Gehweg zu bauen. „Das Vorhaben hat beim zuständigen Straßenbauamt nicht oberste Priorität.“ Zum Vorschlag, Tempo 30 durch den Ort anzuordnen, sagte Schelle, dass von Seiten des Straßenbauamts Tempo 50 als normal betrachtet wird. Eine Ampel zu errichten, um die Querung sicherer zu gestalten, wird dort ebenfalls abgelehnt, da die Straße eine zu enge Kurve macht und Autofahrer dadurch keine entsprechende Sicht auf die Ampel hätten.

Auch auf die nochmaligen Arbeiten an der Münchner Straße ging Schelle ein. Wir berichtet, wird in diesem Sommer das restliche Stück der Oberhachinger Ortsdurchfahrt, von der Kreuzung an der Holzstraße bis zur Lanzenhaarer Straße, hergerichtet. Danach ist dann endlich Schluss mit den Bauarbeiten und alle können aufatmen. „Sie können bei uns im Rathaus anrufen und uns schimpfen, aber wir können das nur weitergeben ans Straßenbauamt, das zuständig ist“, betonte Schelle. Wie er den interessierten Bürgern darlegte, ist bereits die Entsorgung der alten Straßenschichten sehr zeitaufwendig: Sie bestehen aus verschiedenen Materialien aus über 100 Jahren, weshalb jedes Material separat entsorgt werden muss.

Eine gute Nachricht gab es für Eltern und Kinder. Nachdem der gemeindliche Spielplatz in Oberbiberg 2015 geschlossen werden musste, da der Eigentümer den Pachtvertrag nicht verlängert hatte, konnte die Gemeinde nun ein Grundstück erwerben. Noch in diesem Frühling wird dort ein neuer Spielplatz angelegt und eröffnet.

Auf rund 320 Quadratmetern, neben dem Hochbehälter am Ortsrand, wird ein Sandkasten aufgestellt, zudem wird es Geräte zum Schaukeln, Rutschen und Klettern geben. Außerdem werden schattenspendende Bäume gepflanzt und eine Bank darunter aufgestellt. Bürgerin Kathrin Berzau freut sich auf den neuen Spielplatz. „Das wird hoffentlich wieder so ein netter Treffpunkt für Eltern und Kinder wie der alte“, meinte sie, warnte aber gleichzeitig, dass der neue Platz nicht gut erreichbar und die Straße dort recht eng und unübersichtlich sei. „Da werden sich vielleicht manche Eltern Sorgen machen, ihr Kind selbstständig hingehen zu lassen.“ 

Birgit Davies

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