Für unbegleitete Minderjährige

Burg Schwaneck wird Flüchtlingsheim für Kinder und Jugendliche

Landkreis – In der Burg Schwaneck in Pullach, Jugendbildungsstätte und Jugendherberge des Kreisjugendrings (KJR) München-Land, wird eine Unterkunft für rund 130 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet. Das hat Landrat Christoph Göbel bei einer Pressekonferenz am Donnerstag mitgeteilt (wir berichteten). Der KJR betont in einer Pressemitteilung, dennoch alle Angebote aufrechterhalten zu wollen.

Das Bildungszentrum Burg Schwaneck wird vom KJR München-Land aktuell als Jugendherberge, Jugendbildungsstätte und Naturerlebniszentrum genutzt. Mit der Belegung durch die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge wird der Herbergsbetrieb zum Jahresende vorübergehend eingestellt.

Alle Angebote der Jugendbildungsstätte werden teilweise in die anderen Bildungshäuser des KJR, der JBS sowie dem Ferien- und Bildungszentrum in Siegsdorf, ausgelagert, zum Teil auch in externe Bildungseinrichtungen. Das Naturerlebniszentrum als Umweltstation und „Markenträger Umweltbildung Bayern“ ist nicht von der Situation betroffen.

„Unser Engagement für junge Geflüchtete soll nicht zum Nachteil unseres Bildungsangebots für Kinder und Jugendliche sowie Haupt- und Ehrenamtliche der Kinder- und Jugendarbeit werden. Wir sind stark darum bemüht, alle Angebote, sei es der Ferien- und Freizeitpädagogik, Jugendbildung und Schule, Berufsorientierung oder im Fort- und Weiterbildungsbereich, weiterzuführen“, betont Marcus Fink, Erster Geschäftsführer des Kreisjugendrings München-Land. Aktuelle Informationen zum Bildungsangebot der Burg Schwaneck werden unter anderem auf der Webseite www.burgschwaneck.de veröffentlicht.

Der Kreisjugendring München-Land wird die Burg Schwaneck auch weiterhin mit seinem gesamten Burgpersonal bewirtschaften. Arbeitsplätze sind durch die Aufnahme der jungen Geflüchteten nicht in Gefahr. Die Betreuung der unbegleiteten Minderjährigen wird ein externer Träger übernehmen. Mit diesem wird der KJR München-Land stark kooperieren. Aktuell arbeitet der KJR ein Konzept aus, wie die jungen Flüchtlinge auch durch pädagogische Angebote der Jugendarbeit durch den KJR begleitet werden können. „Angedacht ist, dass wir etwa in der Gestaltung von Freizeitprogrammen oder der Berufsorientierung unterstützen werden“, erklärt Marcus Fink

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