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Busanschluss nur für jede zweite U-Bahn

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- Stadt springt in die Bresche

Garching - Mit einem Alternativkonzept will die Stadt Garching auf die vom Kreistag beschlossenen Einsparungen im Busverkehr reagieren. Wahrscheinlich wird für zumindest jede zweite am Abend in Hochbrück eintreffende U-Bahn ein Bus bereitgestellt, der Fahrgäste nach Garching transportiert. Mit seiner Entscheidung, sich aus der Finanzierung dieser Fahrten zurückzuziehen, hatte der Landkreis das bislang vorbildliche Nahverkehrsangebot nahezu kollabieren lassen. Der Stadtteil Dirnsimaning bleibt auch in den neuen Plänen ausgespart.

In erneut scharfen Worten kritisierten Garchings Stadträte die Sparmaßnahmen des Kreises. Bürgermeister Manfred Solbrig (SPD) rügte die Einschränkungen insbesondere beim 290er Bus als "sehr bedauerlich". Es bestehe die Gefahr, dass vermehrt Kunden des MVV auf das Auto umsteigen.

Aus einem umfangreichen, mehrere Alternativangebote umfassenden Konzept werden sich der Stadträte wahrscheinlich für Variante B 2, also die Anbindung an jede zweite U-Bahn entscheiden. Die Mehrzahl der Stimmen aus allen Fraktionen im vorberatenden Haupt- und Finanzausschuss lassen darauf schließen. Dem Vorschlag Bürgermeister Solbrigs folgend, werden sämtliche Alternativen in den nächsten Wochen in den Fraktionen abschließend beraten.

Etwa 20 000 Euro kostet B 2 die Stadt Garching. Sollten auch samstagabends ein oder zwei U-Bahnen an Busse angeschlossen werden, erhöht sich die Summe leicht um einen nicht näher bezeichneten Betrag. Etwa ein Viertel des Geldes spart sich die Stadt durch die vorgesehene, verkürzte Streckenführung. Aufgrund "miserabler" Nachfrage hält es die Verwaltung für vertretbar, Dirnismaning am Abend nicht mehr Keine Verbindung abends nach Dirnismanin anzufahren. Vor allem Jugendliche nutzten den Bus zu so später Stunde. In Dirnismaning jedoch lebten kaum noch junge Menschen. Der selbst aus Dirnismaning stammende Florian Baierl (Unabhängige) sprach von einer "akzeptablen Lösung".

Die übrigen Vorschläge des Alternativkonzepts stießen weitestgehend auf Ablehnung. Die Alternativen A 1 und A 2, jede U-Bahn anzuschließen, ist mit 53 000 beziehungsweise 44 000 Euro zu teuer. Die Alternativen C und D hätten die Installierung eines Anruf-Sammeltaxis erforderlich gemacht, was - wenn auch billiger - schon aus rechtlichen Gründen problematisch wäre. Denn das auf dieser Strecke verkehrende Busunternehmen ist Inhaber der Konzession. an

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