Der Maibaum liegt. Die Burschen Markus Lechner, Thomas Polk und „Altbursche“ Wolfgang Kainz-Huber (v.l.) haben das 32 Meter lange Exemplar bereits gefällt und bringen es am Josephi-Tag in die Wachhütte nach Grasbrunn. foto: fkn

Burschen fällen sturmfesten Maibaum

Grasbrunn - Der Grasbrunner Dorfplatz bekommt in diesem Jahr wieder einen Maibaum. Die Burschen haben den Baum bereits gefällt, entastet und geschält. Er kommt wie sein Vorgänger aus dem Wald der Fink’schen Gutsverwaltung in Wolfersberg.

Stolze 32 Meter misst der Baum. Die Burschen haben ihn gekauft und auch bereits einen Spender in ihren Reihen gefunden. Der Maibaum wird am Samstag, 17. März, nach Grasbrunn in die Wachhütte gegenüber der Kirche an der Keferloher Straße gebracht. Der Grasbrunner Dorfplatz ist seit zwei Jahren ohne Maibaum. Die eisernen Halteschienen hat der 2007 aufgestellte Baum nach einem starken Sturm verbogen. Der Maibaum hatte danach keine ausreichende Standsicherheit mehr.

An Heiligdreikönig sind die Burschen losgezogen, um den neuen Maibaum zu fällen. „Normalerweise jagt man keinen Hund bei so einem schlechten Wetter wie an diesem Tag vors Haus“, grollten die Burschen. Den idealen Baum hatten sie aber schon im Herbst ausgekundschaftet. „Über 30 Meter muss er schon sein und g’rad auch“, sagte Michael Bichlmeier, als er sich mit dem Förster traf. Vorsorglich wurden drei Bäume bestimmt, denn man musste damit rechnen, dass der Baum beim Umfallen bricht. Und so kam es auch: Der erste Baum zersplitterte. Das Umschneiden des zweiten Baumes übernahm Markus Lechner, Burschenvereinsmitglied und Forstfachmann. Lechner hatte Glück, denn der Baum blieb unbeschädigt.

Dann hatten die Burschen richtig viel zu tun: Der Baum musste astfrei gemacht und geschält werden, damit er trocknen kann. Am Josephi-Tag wird der Baum aus dem Wald geholt, in der Wachhütte eingelagert und für den 1. Mai herausgeputzt.

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