Café im Rathaus Neukeferloh im Gemeinderat umstritten

Grasbrunn - Benötigt Neukeferloh neben den Cafés beim Technopark noch ein weiteres im Rathaus? Die Meinungen dazu sind gespalten, doch der Gemeinderat beschloss, das zumindest zu prüfen.

So muss geklärt werden, ob das Rathaus die Räume für Mitarbeiter benötigt. Der Beschluss wurde mit 10:9 Stimmen getroffen, quer durch die Parteien. In diesem Zusammenhang warnte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) davor, das Café zu einem Wahlkampfthema zu machen und rief alle auf, in der Bevölkerung keine Erwartungen zu schüren.

Antragsteller war die CSU-Fraktion, die die Feuerwehr-Räume gerne umfunktioniert sähe. Durch den anstehenden Umzug der Floriansjünger ins neue Feuerwehr-Haus werden die bisher genutzten Räume frei. Während Korneder diese für das Rathaus nutzen will, da dieses aus allen Nähten platze, sprach sich die CSU für ein Café aus. Es sei nicht nur ein Bedarf da, so Fraktionssprecherin Ursula Schmidt, sondern in der jetzigen Fahrzeughalle auch genügend Platz. Zur Bürosituation stellte sie fest: „Es ist richtig, dass im Rathaus nicht übermäßig viel Platz ist, aber ich habe mich mit Rathausmitarbeitern unterhalten und die sehen es nicht als so dringend an.“ Dieses Platzproblem sei auch anders lösbar.

Die Idee für ein Café sei vor rund einem halben Jahr entstanden, wobei es noch keine konkreten Pläne gebe, wie das Ganze ablaufen solle. Auf alle Fälle müsse ein Betreiber gefunden werden, da es die Gemeinde nicht selbst betreiben kann und soll. Schmidt ist sich sicher, dass die Neukeferloher ein Café wollen. Außerdem sei es eine Art Kantinenmöglichkeit für die Rathausmitarbeiter, und auch die vorbeikommenden Schüler könnten sich etwas kaufen. Ergänzt werde die Interessentenschar durch Laufkundschaft. Die jetzige Auffahrt zur Feuerwehr könne bei schönem Wetter als Café im Freien genutzt werden.

Johann Hiltmair (BfG) ist sich im Gegenzug sicher, dass ein Café, wie auch immer es konzipiert werde, nicht wirtschaftlich zu führen sei. Korneder sprach sich aus anderen Gründen gegen das Café aus. Er reklamiert den Platz für seine Mitarbeiter. So sei es auf Dauer nicht tragbar, dass beispielsweise die fünfköpfige Bauabteilung in einem einzigen Raum arbeite und selbst Gespräche mit Bauwerbern dort stattfinden müssten.

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