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Optimistisch in Sachen Car-Sharing in Grasbrunn sind die Vorstandsmitglieder des neuen Vereins (v.l.): Walter Geck, Dirk Böhme und Klaus von Buxhoeveden, hier mit Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder (r.). 

Car-Sharing dahoam

In Grasbrunn gibt es jetzt einen Verein, der sich um Car-Sharing kümmert.

Von Bert Brosch

Grasbrunn – Jetzt hat Grasbrunn einen eigenen Car-Sharing-Verein. Unter dem Namen „Auto-Teiler Grasbrunn“ (ATG) ist ein Vorstand gewählt. Außerdem sind die Anteile der Gemeinde in Höhe von 600 Euro vom bisherigen Partner „Vaterstettener Auto-Teiler“ (VAT) auf den neuen Verein übertragen. „Dass es bisher nicht klappte lag daran, dass der richtige Drive gefehlt hat und VAT bisher nur Werbung in Vaterstetten gemacht hat. Das wird sich jetzt bestimmt ändern“, ist sich Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) sicher.

Seit Oktober 2013 war die Gemeinde Mitglied im VAT. Doch die Grasbrunner bekamen davon fast nichts mit, wurde die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins doch ausschließlich im Nachbarort Vaterstetten durchgeführt, wo die vier Autos entsprechend voll ausgebucht sind. Von den 349 VAT-Mitgliedern stammen lediglich 32 aus Grasbrunn. Daher wurde das Carsharing-Auto in Grasbrunn, das vor dem Rathaus einsam wartete, kaum gebucht (wir berichteten). Gerade einmal 10 000 Kilometer wurden damit im vergangenen Jahr gefahren, dabei beginnt die Gewinnschwelle, laut VAT-Vorstand Klaus Breindl, erst bei 15 000 Kilometern pro Jahr.

Den sanften Druck und den Hinweis der Vaterstettener Kollegen, dass dies unwirtschaftlich sei, haben die Grasbrunner verstanden und nun den eigenen Verein gegründet. „Für uns als Gemeinde ist es wichtig, die Angebote von Auto-Teilern zu unterstützen. Der Verein tritt ein für ein menschen- und umweltverträgliches Verkehrswesen und für eine Verringerung der Umweltbelastungen durch den Verkehr“, sagte Korneder. „Außerdem können wir dadurch Parkplatzprobleme innerhalb des Gemeindegebietes lösen.“

Der neue, dreiköpfige Vorstand mit Walter Geck, Dirk Böhme und Klaus von Buxhoeveden will nun die übrigen Grasbrunner Mitglieder dazu bewegen, zum ATG zu wechseln und ihre Einlagen mitzunehmen. Dann verfügt der neue Verein nämlich über Einlagen von fast 20 000 Euro, könnte damit den „Yaris“ aus Vaterstetten, der sowieso schon in Grasbrunn steht, kaufen und hätte sogar das Potenzial für ein zweites Auto. Doch darüber müssen die Mitglieder entscheiden.

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