Mit 300 Mitwirkenden

Garchinger Version der Carmina Burana aufgeführt

Garching - Produktionen von Albert Neuhauser sind keine halben Sachen. Mit viel Aufwand und Liebe produzierte Neuhauser mit seinem Verein Zeitkind eine Garchinger Fassung der Carmina Burana, die die Menschen begeisterte und faszinierte.

Das große Projekt mit 300 Mitwirkenden anlässlich der Garchinger 1100-Jahr-Feier wurde als Open Air angelegt im Theatron des Garchinger Gymnasiums. Dort war dann der Platz für die Musiker auf der Bühne und im Zentrum des Theatrons ein Laufsteg, auf dem sich das Schauspiel ohne Worte abspielte.

Mit Musik, Licht, Gesten und Kostümen bekamen die Besucher eine faszinierende Mischung geboten. Der weltbekannte Münchner Komponist Carl Orff ist der Vater der Carmina Burana, und dieses kulturelle Weltprodukt aus Bayern wurde in Garching auch bayerisch inszeniert. So ist ein Teil des Schauspiels auch ein bunter Bandltanz von Kindern um eine kleine Palme, wie beim Maibaumtanz. Projektleiter Albert Neuhauser hatte viele Ideen, mit denen er bei den Vorstellungen an diesem Wochenende über 1000 Menschen bewegte und sie die doch recht kühlen Abendtemperaturen vergessen ließ.

Einer der Publikumslieblinge des Abends war nicht zuletzt der Buntfalke Shila, der mehrfach durch das Theatron flog und das Schauspiel bereicherte. Inspiriert von der Musik, fand er nicht immer sofort das im Drehbuch stehende Ziel und amüsierte die Gäste. So landete der Greifvogel auch das eine oder andere Mal auf dem kurzzeitig mit Handicap dirigierenden Albert Neuhauser.

Bilder: Carmina Burana in Garching aufgeführt

Die Carmina Burana sind bekannt als klassische, musikalische Aufführung, aber in Verbindung mit einem Schauspiel gibt es das Chorwerk selten. Garchings Kulturschaffende haben sich schrittweise herangewagt. Über eine konzertante Form zur Stadterhebung 1990 und eine Orchesterform mit szenischer Darstellung bei der Einweihung des Hochbrücker U-Bahnhofes 1995 ging es weiter bis nun zum großen Wurf. Neuhauser verband viele Mosaiksteine von Menschen, die alle etwas mit Garching zu tun haben, zu einer bunten Einheit. Er band Garchinger mit ein, die in der Stadt leben, lernen oder arbeiten. Dazu war auch der Chor aus der norwegischen Partnergemeinde Lorenskog dabei. Das Musikwerk begleiteten der Campuschor der Technischen Universität München, das Garchinger Sinfonieorchester oder die Musikwerkstatt Weihenstephan. Albert Neuhauser hat mit seinen vielen Mitstreitern sein Ziel erreicht, Garching zum Festjahr mit etwas noch nie Dagewesenen zu begeistern. Fraglich bleibt dennoch, ob die extrem aufwändige Produktion sich am Ende finanziell trägt oder über die zugesagten 100 000 Euro hinaus weitere Zuschüsse der Stadt benötigt.

nb

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