Champini-Kita baut an: Mehr Platz für den Ansturm

Unterschleißheim - Die Champini-Kindertagesstätte in Unterschleißheim soll noch in diesem Jahr erweitert werden. Einstimmig hat der Stadtrat dem Millionen-Projekt zugestimmt. Kita-Leiterin Daniela Rieth ist froh, denn sie kann sich vor Anfragen nach einem Betreuungsplatz kaum retten.

Wenn das Telefon in der Champini-Kindertagesstätte in Unterschleißheim klingelt, dann sind es meist Eltern, die nach einem freien Platz für ihre Kinder fragen. „Es ist Wahnsinn, woher die Anfragen überall kommen“, sagt Leiterin Daniela Rieth. Aus Oberschleißheim, Eching, München, ja sogar aus Japan hat Rieth vor wenigen Tagen einen Anruf erhalten: „Das war ein Vater, der mit seiner Familie bald nach Deutschland kommt, um hier zu arbeiten. Er hat unseren Kindergarten im Internet entdeckt und will sein Kind nur hier anmelden.“

Dass das Konzept der Einrichtung aus Bewegung, gesunder Ernährung und Umweltschutzgedanken ankommt, freut Rieth. Andererseits sind die fünf Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern bereits komplett voll. Auch die Kindergartengruppe mit derzeit 17 Kindern stößt an ihre Grenzen. Klar ist bei dieser Aufteilung auch: „Ich bringe die Krippenkinder anschließend ja gar nicht im Kindergartenbereich unter.“ Die Warteliste ist lang. „Vielen Eltern muss ich im Februar absagen, das tut mir jetzt schon leid“, bedauert Rieth. Um dem Bedarf gerecht zu werden, hat der Stadtrat jetzt beschlossen, die Champini-Einrichtung um eine Krippengruppe und drei Kindergartengruppen zu erweitern. Eine Million Euro hat die Stadt für den Anbau bereits im Haushalt dafür vorgesehen.

Insgesamt belaufen sich die Baukosten des Projekts auf rund 1,85 Millionen Euro. Mit 600 000 Euro beteiligt sich der Träger Champini. Der Rest läuft über eine Krippenförderung. Da es nur noch bis zum Ende des Jahres Fördermittel für den Bau gibt, muss das Projekt flott noch in diesem Jahr realisiert werden.

Weil Champini zur Finanzierung des Baus ein Darlehen aufnehmen musste mit der Bedingung, Rücklagen zu bilden, sollen zudem die Elternbeiträge um 15 Euro pro Monat steigen. Laut Stadtverwaltung soll die Erhöhung nicht nur die Investition der Stadt absichern, sondern auch die Eltern vor einer kurzfristigen, erheblichen Beitragserhöhung bewahren. 50 Wochenstunden etwa würden dann künftig 270 Euro kosten. Für Einrichtungs-Leiterin Daniela Rieth ist die Entscheidung des Stadtrats eine enorme Erleichterung. „Das nimmt mir auch ein großes Stück seelischen Druck, der auf mir lastet.“ pk

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