Dr. Dirk Wiepcke impft eine Bewohnerin eines Pflegeheims in Unterföhring gegen das Coronavirus
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Kleiner Pieks mit hoffentlich großer Wirkung: Dr. Dirk Wiepcke bei einer Corona-Impfung in Unterföhring.

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Termine, Reihenfolge und Co.: Die wichtigsten Infos zur Corona-Impfung im Landkreis München

Die Corona-Impfungen im Landkreis München sind angelaufen. Nur: Wie bekommt man einen Termin? Und wann ist wer dran? Alles, was Sie wissen müssen, erfahren Sie hier.

Landkreis – Schon seit dem 15. Dezember sind die drei Impfzentren im Landkreis einsatzbereit und seit dem 27. Dezember aktiv. Allerdings nur insofern, dass von dort aus Impf-Teams in Alten- und Pflegeeinrichtungen ausrücken. Um eine individuelle Terminvereinbarung in den Impfzentren gab es in den vergangenen Tagen viel Verwirrung. Landrat Christoph Göbel hat in einer virtuellen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag die Impfstrategie des Landkreises erläutert – wir fassen die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen.

Wer wird zuerst geimpft?

Nach der Impfverordnung des Bundes ist die Gruppe derjenigen, die höchste Priorität genießen, klar definiert. Dazu zählen alle Personen ab vollendetem 80. Lebensjahr, Personal aus Pflegeheimen sowie Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste sowie Bedienstete in medizinischen Einrichtungen, die einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind (z.B. in Notaufnahmen oder auf Intensivstationen) oder die besonders gefährdete Personen behandeln (u.a. in der Transplantationsmedizin).

In welcher Reihenfolge kümmern sich die Impfzentren des Landkreises um diese priorisierte Personengruppe?

Zuerst suchen mobile Teams die Seniorenheime auf, um dort Senioren und Mitarbeiter zu impfen. „Ziel ist es, dieser besonders vulnerablen Gruppe möglichst zeitnah einen umfassenden Schutz zu ermöglichen“, sagt Landrat Christoph Göbel. „Sobald der Impfstoff in größeren Mengen verfügbar ist, sollen Schritt für Schritt die Kapazitäten für Einzel-Impftermine freigeschaltet werden.“ Insgesamt leben im Landkreis München etwa 23 000 Menschen über 80, davon 3700 in Pflegeeinrichtungen. Sie alle werden vom Landkreis angeschrieben.

Warum sind in den drei Impfzentren des Landkreises noch keine Individualtermine möglich?

„Weil bislang viel zu wenige Impfdosen zur Verfügung stehen“, sagt Landrat Christoph Göbel. Zum Impfstart am Sonntag hat der Landkreis „als symbolische Summe“ 100 Impfdosen bekommen. Gestern wurden 975 Impfdosen geliefert, für den Silvestertag ist die nächste Charge (ca. 1300) angekündigt. „Bisher erfolgte die Verteilung der Impfdosen unabhängig von der Einwohnerzahl, das ändert sich jetzt – dann passt es. Die bisherige Menge der Chargen war viel zu gering.“ Mit einer „spürbaren Steigerung“ rechnet Göbel „in einigen Wochen“. Termin-Zeitfenster in den Impfzentren seien „ab Mitte Januar angepeilt“ – bis dahin wird ausschließlich in Heimen durch mobile Teams geimpft.

Wie funktioniert die Terminvereinbarung?

Die Anmeldung ist telefonisch oder online möglich – allerdings erst, sobald Termin-Slots zur Verfügung stehen. Deshalb wurde die Online-Eingabemaske unter www.landkreis-muenchen. impfzentrum.bayern/ nun angepasst: Das von Impfwilligen zu befüllende Formular ist vorerst ausgeblendet, so lange keine Termine buchbar sind. Aktuell ist nur noch der Infokasten sichtbar, der zuvor oberhalb des Formularfeldes stand und offensichtlich von vielen nicht wahrgenommen wurde. Hervorgehoben ist aktuell zu lesen: „Derzeit sind keine Terminbuchungen möglich“.

Wie sind die Impfzentren, telefonisch erreichbar?

Über die Hotlines vor Ort. Impfzentrum Haar (Wasserburger Straße 43–47): 089/2 48 80 66 60; Impfzentrum Unterschleißheim (Volksfestplatz Ecke Stadionstraße/Münchner Ring): 089 / 3 12 03 44 22; Impfzentrum Oberhaching (Kolpingring 16): 089 / 2 48 86 19 60. Die Impfzentren sind täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt, dürfen ohne Terminvereinbarung aber nicht betreten werden.

Wer betreibt die Impfzentren des Landkreises?

In Haar die Malteser, in Oberhaching die Johanniter, in Unterschleißheim das BRK.

Wie steht es ums vierte Impfzentrum im Würmtal?

Die Vorbereitungen für ein Impfzentrum in Neuried laufen auf Hochtouren – es laufe auf eine Containerlösung hinaus wie in Unterschleißheim (das derzeit fürs Würmtal zuständig ist).

Was muss man, wenn ein Termin vereinbart ist, zur Impfung mitbringen?

Personalausweis, Impfpass (sofern vorhanden)); idealerweise auch wichtige Unterlagen zu Vorerkrankungen (z.B. Herzpass, Diabetikerausweis, Medikamentenliste). Formulare zur obligatorischen Einwilligung und zur Aufklärung können voran hier heruntergeladen werden.

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus im Landkreis München informieren wir in unserem News-Ticker.

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