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2G in Restaurants und Geschäften: Über 600 Betriebe kontrolliert

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Von: Max Wochinger

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Kontrolle der Kontrolle: Landratsamt und Polizei checken, ob sich Gastronomen, Arbeitgeber und Ladeninhaber an die 2G- und 3G-Beschränkungen halten.
Kontrolle der Kontrolle: Landratsamt und Polizei checken, ob sich Gastronomen, Arbeitgeber und Ladeninhaber an die 2G- und 3G-Beschränkungen halten. (Symbolfoto) © Georg Wendt/dpa

Landratsamt und Polizei kontrollieren, ob Lokale und Geschäfte die 2G- und 3G-Regeln einhalten. Nun ziehen die Behörden Bilanz

Landkreis – Die meisten Geschäfte und Restaurants im Landkreis halten sich an die Corona-Regeln. Zu dem Schluss kommt das Landratsamt nach zahlreichen Kontrollen durch Polizei und Kreisverwaltung.

Seit November gelten in Bayern die G-Regeln. 2G, also geimpft oder genesen, gilt etwa in Gaststätten und Fahrschulen. Verschärft ist der Zugang zu Theatern und Museen: Hier haben nur Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Test Eintritt (2G plus). Am Arbeitsplatz gilt 3G – lediglich Beschäftigte mit einem Impf-, Genesenen- oder Testnachweis dürfen ihren Betrieb betreten.

Menschen, die keine notwendigen Nachweise vorlegen können, haben keinen Zutritt. Veranstalter und Geschäftsinhaber sowie Arbeitgeber müssen die Nachweise kontrollieren. Auch sie werden wiederum von Kreisverwaltungen und Polizeien überprüft.

Landratsamt registriert sechs Verstöße

Mitarbeiter des Landratsamts München haben genau das gemacht: Bis zum 27. Dezember haben sie 193 Betriebe kontrolliert und dabei sechs Verstöße festgestellt. Das teilte die Kreisverwaltung auf Nachfrage mit. Die Verstöße betrafen Restaurants sowie Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen anbieten. Teils wurden „infektionshygienische Belehrungen“ durchgeführt. Zusätzlich kontrolliere die Behörde knapp 17 Testzentren in regelmäßigen Abständen.

Die Polizei hat im gleichen Zeitraum 444 Betriebe kontrolliert, der Schwerpunkt lag dabei auf Restaurants. Nur zwölf Verstöße wegen Missachtung der Nachweispflichten hatten die Polizisten zu beanstanden. Die Kontrollen erfolgten nach Meldungen aus der Bevölkerung sowie auch anlasslos.

Veranstalter oder Geschäftsinhaber, die Gäste und Kunden nicht nach ihren Impf-, Genesenen- oder Testnachweis kontrollieren, müssen bis zu 5000 Euro Strafe zahlen. Das sieht der Regelsatz nach dem Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ vor.

Die Kontrollen zeigen, teilte eine Sprecherin des Landratsamts mit, „dass sich die meisten Betriebe an die geltenden Regelungen halten und die Kontrollen der Nachweise gewissenhaft durchführen“. Polizisten und Mitarbeiter des Landratsamts würden die Kontrollen „konsequent fortsetzen“.

Die Bereitschaft zum Regelbruch dagegen bei Bürgern ist „erschreckend hoch“. Das zeigt eine Studie der Bundeswehr-Universität in Neubiberg. Vor Weihnachten wurden 1166 Menschen nach ihrer Bereitschaft zur Einhaltung der Corona-Regeln befragt. Ergebnis: 47 Prozent der Befragten hatten eine „recht hohe Bereitschaft“ für einen Regelbruch über die Feiertage. Die Offenheit für Regelbrüche bei Ungeimpften war dabei deutlich höher als bei Geimpften.

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus im Landkreis München finden Sie hier.

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