War gerade selbst auf Fuerteventura im Urlaub: Rita Jung vom Reisemarkt in Garching empfiehlt den Kunden Trips auf die Kanaren und nach Griechenland.
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War gerade selbst auf Fuerteventura im Urlaub: Rita Jung vom Reisemarkt in Garching empfiehlt den Kunden Trips auf die Kanaren und nach Griechenland.

Urlaubsbuchungennehmen wieder zu

Reisefieber im Landkreis: Diese Ziele sind besonders gefragt

  • Laura May
    VonLaura May
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Die Urlaubsbuchungen im Landkreis nehmen wieder zu. Doch welche Destination ist besonders beliebt? Wir haben uns bei Reisebüros umgehört.

Landkreis – Gran Canaria oder doch einfach nach Österreich? Es ist ein schmaler Grat zwischen Reisefieber und der Sorge um Einreisebeschränkungen und Ansteckungsgefahr.

Reisevermittler im Landkreis berichten von gutem Geschäft im Juni, doch „die Leute sind trotzdem noch sehr verunsichert“, sagt die mobile Reiseberaterin Susanne Hohm aus Unterhaching. „Es ist so schwierig für die Menschen, auf dem Laufenden zu bleiben.“ Denn neben der wöchentlichen Ländereinstufung der RKI gibt es ja auch noch die Einreisebestimmungen der Zielstaaten.

„Wir hatten seit Pfingsten ordentliche Zunahmen“

„Generell ist die Situation seit etwa acht Wochen wieder sehr gut“, sagt Florian Hoferichter, Betreiber von „Travel & Tours“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn und auch Jennifer Landsberger, Mitarbeiterin von Zeitler Reisen in Unterschleißheim, sagt: „Wir hatten seit Pfingsten ordentliche Zunahmen, maßgeblich in den mediterranen europäischen Raum, also Länder wie Spanien oder Griechenland.“

Das Buchungsverhalten sei extrem abhängig von der Stimmung in den Nachrichten. „Seitdem die Deltavariante medial so stark kommuniziert wird, gehen Buchungen wieder zurück“, erklärt Landsberger. Die Kunden seien sehr schnell verunsichert, was oftmals nicht direkt mit dem Infektionsgeschehen zu tun habe. So würden Viele etwa Reisen nach Griechenland trotz niedriger Inzidenz stornieren, wenn die Stimmung aufgrund einer Reisewarnung nach Portugal kippt. „Auch wenn Heiko Maas sagt, er sehe keinen Bedarf an Reisebeschränkungen wird das nicht so sichtbar“, bedauert Manuela Paparizos, Geschäftsführerin des Reisemarkts in Garching.

Trend: Pauschalreisen

Die allgemeine Unsicherheit merken Reisevermittelnde auch am Trend hin zu Pauschalreisen und Buchungen mit sogenannten Flextarifen. „Wenn man einen einzelnen Flug bucht, kann man nicht so leicht stornieren“, erklärt Reiseberaterin Susanne Hohm und auch Reisebüro-Geschäftsführerin Paparizos bestätigt: „Pauschalreisen sind in der Pandemie die sicherste Reiseform.“

Die großen Reiseanbieter, wie TUI oder Thomas Cook, hätten alle ihr Angebot für Absicherungen ausgeweitet. Gegen einen kleinen Aufpreis können Reisen dann auch ohne Angabe von Gründen bis 14 Tage vor Reiseantritt storniert oder umgebucht werden.

Wo darf’s hingehen? Jennifer Landsberger und Erich Zeitler von „Zeitler-Reisen“ in Unterschleißheim.

Die Angst vor dem Coronavirus ist jedoch schon noch weit größer als das Fernweh, und so beschränkt sich das Reisefieber großteils „auf den Mittelmeerraum und die kanarischen Inseln“, so Paparizos. Der große Gewinner als Zielort sei Griechenland – zu weiten Fernreisen könnten sich die meisten Kunden noch nicht durchringen. Auch weil für beliebte Reiseziele wie Kanada, Australien, Vietnam oder Kambodscha weiterhin Einreisebeschränkungen gelten.

Insgesamt sieht Reiseberaterin Hohm die Rolle ihrer Branche gestärkt, da die Menschen vermehrt das Bedürfnis nach Beratung und Absicherung hätten. „Wenn man beim Reisebüro bucht, hat man einen Ansprechpartner für alle Unsicherheiten.“ Auch Reisebürobetreiber Florian Hoferichter sieht einen positiven Post-Pandemietrend: „Die Leute geben mehr Geld für Urlaub aus. Sie haben gemerkt, wie schnell sich Dinge verändern können, genießen bewusster und sind bereit, den ein oder anderen Euro mehr auszugeben.“

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus im Landkreis München informieren wir in unserem News-Ticker.

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