Da Costa ackert in den Ferien fleißig für einen Stammplatz

- VON CHRISTIAN AMBERG Unterhaching - Eigentlich hatte Weihnachten nur einen Schönheitsfehler für Elton da Costa: Der Mittelfeldspieler des Zweitligisten SpVgg Unterhaching konnte, wie schon vor einem Jahr, nicht mit seiner Familie in Brasilien feiern. "Das wäre natürlich noch schöner gewesen", sagt er. "Aber auch so war es ein schönes Fest."<BR>

<P>Vor allem war es eines ohne Sorgen. Vor einem Jahr war die Reise nach Südamerika nicht möglich, weil Ehefrau Verena gerade schwanger war. Dann plagten da Costa im Sommer gesundheitliche Probleme. Nach einer Operation am Sprunggelenk startete er mit Handicap in die Saisonvorbereitung, zudem wollte die Narbe nicht heilen. Aus dem Stammspieler im linken Mittelfeld mit den feinen technischen Fähigkeiten wurde ein Bankdrücker mit Kurzeinsätzen. Ganze sieben Spiele absolvierte der 25-Jährige in der Hinserie, nur zwei über 90 Minuten. "Er hat im Training gut gearbeitet", lobte Trainer Andreas Brehme, fügte aber nach schwachen Auftritten seines Brasilianers hinzu: "Training und Spiel sind halt doch zwei verschiedene Paar Schuhe."<P>"Das letzte halbe Jahr war eine Katastrophe", blickt da Costa zurück, doch das ist jetzt vorbei. Der Weihnachtsurlaub in Brasilien fiel zwar erneut aus, weil Söhnchen Marlon (viereinhalb Monate) zu jung für die Flugreise ist. Doch stattdessen gab`s auch ein Fest in großer Runde, bei der Familie von Frau Verena im hessischen Darmstadt. Und da läuft da Costa auch bis zum Trainingsauftakt am 2. Januar schon heiß: "Ich gehe jeden Tag laufen. Ins neue Jahr will ich fitter starten als meine Kollegen. Denn ich will endlich wieder spielen."<P>

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