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Eifrig, bescheiden und sehr talentiert: Der 18 Jahre alte Pole Damian Gaska (l.) soll bei der SpVgg Unterhaching reifen – beim Testspiel in Heimstetten (hier im Zweikampf mit Steven Toy) zeigt er eine starke Leistung.

SpVgg Unterhaching

„Ungewöhnliches Talent“

Die SpVgg Unterhaching hat die Generalprobe vor dem Drittliga-Start beim SV Heimstetten klar mit 6:0 gewonnen.

Unterhaching - Es ist ein Name, den man sich merken sollte im Sportpark: Damian Gaska. Über den 18-jährigen Polen – sofern diese Informationen stimmen – ist bislang so gut wie nichts bekannt. Auch das allwissende Internet spuckt keinerlei Informationen über den sportlichen Werdegang des Stürmers aus, der beim Testkick der SpVgg gegen Bayern München II erstmals zum Einsatz gekommen war. Was Trainer Christian Ziege über Gaska sagt, lässt auf jeden Fall aufhorchen: „Ein ungewöhnliches Talent!“

Schon im Sommer war der junge Pole, damals noch 17 Jahre alt, im Probetraining bei der SpVgg. Unbemerkt von der Öffentlichkeit, allerdings blieben seine Talente nicht unentdeckt. Man begann, einen Transfer zu bewerkstelligen, was durch das Alter des Spielers kein leichtes Unterfangen war. „Es war schwierig, aber seit September oder Oktober war er dann fest bei uns“, so Ziege. Seitdem schnupperte Gaska im Training Drittliga-Luft.

Und nun steht schon sein Pflichtspiel-Debüt bevor. Im Test in Heimstetten war in den ersten 45 Minuten eine vermeintliche A-Elf auf dem Platz. „Noch keine endgültige Entscheidung, wer in der Startelf gegen Großaspach steht“, bremste Ziege zwar wie üblich – aber doch ein ziemlich eindeutiger Fingerzeig, wie die Erfahrung lehrt. Gaska war in Halbzeit eins dabei und sorgte für einige Ausrufezeichen. Das energische Nachsetzen des Polen in der 21. Minute ebnete zum Beispiel den Weg zum 0:1 durch Dominik Widemann, der in der 45. Minute per Kopf auch das 0:2 gegen den Regionalligisten erzielte. Gaska hatte einen weiteren Paradeauftritt in der 31. Minute, als er nach einer tollen Einzelaktion den Pfosten traf.

„Er hat gut gespielt“, lobte Ziege und hielt sich mit einer Prognose für kommenden Samstag nicht zurück: „Es kann gut sein, dass er in Großaspach spielt. Er hat gute Chancen.“ Was den 18-Jährigen neben seinem großen Talent auszeichnet, ist derzeit sein Eifer. „Er ist sehr bescheiden, immer pünktlich, will alles machen“, berichtet der Chefcoach, der das natürlich gerne sieht. Dabei muss Gaska derzeit noch ab und an eine Pause einlegen, um nach Polen zu reisen und Abschlussprüfungen in der Schule zu schreiben. Auch beim Bundesligisten SC Freiburg war er schon in einem Probetraining vorstellig geworden, dort hatte man den Schritt in Deutschlands Profifußball aber noch für zu früh befunden. „Bei uns“, sagt Christian Ziege, „kann es gar nicht zu früh sein.“

Christian Amberg

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