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Dank an die erste Geige

Pullach - Pater-Rupert-Mayer-Realschule verabschiedet 46 Absolventen

Pullach - „Alles geht irgendwann zu Ende. Heute nehmen wir Abschied von allem, was uns vertraut war, von Menschen, die uns jahrelang begleitet haben, mit denen wir Mut und Hoffnung geteilt haben. Und so schwer uns der Abschied auch fällt, haben alle diese Menschen eins gemeinsam: Einen Platz, an dem sie niemals vergessen werden. Dieser Platz befindet sich hier: In unseren Herzen.“ Mit diesen Worten beendete Sven Groh, Sprecher der Klasse 10b seine Rede in der Entlassfeier der Pater-Rupert-Mayer-Realschule in Pullach.

Es waren bewegende, unvergessliche Worte einer Rede mit sprachlich gespickten und pointierten Höhepunkten. Immer wieder gab es Applaus, erntete Groh spontane Lacher für seine Anspielungen und Vergleiche. So beispielsweise für das Bild eines großen Orchesters aus Schülern und Lehrern, in dem der Klassleiter die zentrale Rolle des Dirigenten einnehme.

„Auch wenn es funktioniert, ist dieses Orchester trotzdem nichts ohne die erste Geige, ohne die gute Seele, der sich die Musiker anvertrauen können. Diese erste Geige war unsere Erzieherin Nicole Mania. Sie könnten eine Stradivari sein, haben die erste Geige hervorragend gespielt“, sagte Groh.

Lob, angereichert mit gelegentlichen satirischen Seitenhieben, gab es auch für die anderen Lehrer. Grohs Fazit: „Wir hatten eine verdammt geile Zeit zusammen.“ Kräftiger Applaus am Ende, stehende Ovationen für ihn. Wären die Zeugnisse nicht schon geschrieben gewesen, er hätte eine zusätzliche Eins bekommen müssen für diese bemerkenswerte Rede. Damit endete in der Aula ein „feierlicher Festakt“, so Rektorin Stefanie Scheja, in dessen Mittelpunkt die 46 Schüler standen, die nach zehn Schuljahren die Mittlere Reife bestanden hatten. „Ihr könnt mit Recht jetzt feiern. Ihr habt Durchhaltevermögen bewiesen, habt gelernt und diese Qualifikation kann Euch niemand mehr nehmen“, sagte Scheja.

Für die Zukunft wünschte sie den Absolventen, dass „jeder einzelne erfahren darf, mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten gebraucht zu werden“. Der Vorsitzende des Elternbeirates, Udo Heimbucher, riet den Schülern: „Erinnert Euch an das Schöne, das Kraft gibt, an Erlebnisse, die euch niemand mehr nehmen kann. Bleibt neugierig ein Leben lang, begnügt Euch nicht mit Buchstaben, steckt die Nase vor die Tür. Es ist gut, das Aquarium, in dem man schwimmt, auch einmal von außen zu sehen.“

Besonders hervorgehoben wurde das Quartett der besten Schüler: Julia Daxberger und Jonas Schnell, beide gingen mit einem Notendurchschnitt von 1,64 durchs Ziel, sowie Michael Kofler-Hofer (1,73) und Eric Edelmann (1,82). Für ihr herausragendes soziales Engagement und ihre Hilfsbereitschaft ehrte der Elternbeirat Julia Daxberger, Marie Köstner und Jasmin Busetti mit Urkunden und dem Pater-Rupert-Mayer Preis.

Siggi Niedergesäss

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