Dauerbrenner Omodiagbe als Gewinner der Vorrunde

- VON CHRISTIAN AMBERG Unterhaching - Eine Bilanz der Vorrunde in der Zweiten Liga zu ziehen, fällt nicht leicht. Auf der einen Seite fielen bei der SpVgg Unterhaching spielerisch glänzende Auftritte ins Auge, zudem schlugen einige Neuzugänge voll ein. Auf der anderen Seite legte die SpVgg wochenlang eine bemerkenswerte Talfahrt hin.<BR>

<P>"Ich bin zufrieden, aber wir haben sechs oder sieben Punkte zu wenig", lautet das Resümee von Trainer Andreas Brehme. Gewinner und Verlierer gibt es für ihn nicht: "Für mich sind alle Gewinner, keiner hat mich enttäuscht." Eine etwas kritischere Bilanz sei aber dennoch erlaubt.<P>Eindeutiger Shooting-Star war Darlington Omodiagbe. Der 26-Jährige erfuhr quasi in der letzten Besprechung vorm Saisonstart gegen 1860, dass er künftig als Innenverteidiger spielen muss, nachdem sich mit Mario Stieglmair und Necat Aygün die beiden Hünen der Viererkette verletzt abmeldeten. "Sehr, sehr gut", lobt Manager Norbert Hartmann die Auftritte des Nigerianers. Coach Andreas Brehme legt sich ebenfalls fest: "Er war bisher die Überraschung der Saison."<P>Omodiagbe erspielte sich den besten Notenschnitt aller Hachinger und fehlte als einziger Feldspieler in keiner der 1530 Spielminuten der Vorrunde. Die Belohnung gab es vorgestern: "Omos" Vertrag wurde vorzeitig bis 2006 verlängert. Zu den Gewinnern gehört auch Kapitän Francisco Copado (30). Zwar blickt er auf eine durchwachsene Vorrunde mit ungewohnt langer Torflaute zurück. Mit seinem Dreierpack im letzten Spiel schoss er sich aber doch wieder an die Spitze der Torjägerliste (zehn Treffer). Zudem stehen zehn Torvorlagen auf seinem Konto.<P>Ebenfalls Gewinner: Die Neuzugänge Carsten Sträßer (24), der sich als universell einsetzbarer Defensivspieler sofort einen Stammplatz erkämpfte, und Silvio Adzic (24). An ihm kommt auf der rechten Mittelfeldseite keiner vorbei. Auch Charles Akonnor (30) ließ seine Startschwierigkeiten nach dem Wechsel aus Wolfsburg vor einem Jahr hinter sich und ist unumstrittene Nummer eins im linken Mittelfeld.<P>Verlierer Nummer eins ist Thomas Sobotzik (30). Der als neuer Regisseur verpflichtete Routinier war gesetzt, dann formschwach, schließlich verletzt. Sein Platz im Team ist weg, auch weil Barbaros Barut immer stärker wurde. Ebenfalls nicht zufrieden sein können Abwehrmann Norman Loose (24) und Stürmer Angelo Vaccaro (23). Loose, vergangenen Saison noch der große Aufsteiger und Abwehrchef, verlor nach sieben Spielen seinen Platz. Vaccaro sollte sich nach einem Jahr Verletzungspause über die Jokerrolle wieder in die Mannschaft arbeiten. Ergebnis: 13 Einwechslungen, dann war Schluss. Rück- statt Fortschritt, Vaccaro flog ganz aus dem Kader.<P>

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