Demo gegen neue Straße

- Nordostverbindung im Verfahren

Aschheim - Mit einer Demonstration vor dem Dornacher Bürgerhaus (Gemeinde Aschheim) macht die "Bürgerinitiative gegen die Nordostverbindung" mobil gegen diese geplante Straße, die Unterföhring entlang dem alten Bahndamm mit Feldkirchen verbinden und unmittelbar vor dem Dornacher Feld kreuzungsfrei - kurz vor der S-Bahnlinie 6 - an die Staatsstraße 2082 angebunden werden soll. Auslöser der Demonstration: Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren für die Straße eingeleitet, die der Landkreis und die betroffenen Gemeinden ablehnen.

Bis Mitte Februar haben betroffene Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Einwendungen vorzubringen. Die Planungsunterlagen liegen in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Unterföhring und im Planungsreferat der Stadt München in der Blumenstraße öffentlich aus. Auch der Landkreis und die betroffenen Gemeinden werden Stellungnahmen abgeben. Landrat Heiner Janik (CSU) hat bereits bei früheren Diskussionen angekündigt, dass der Landkreis notfalls gegen dieses Projekt klagen wird.

Die Bürgerinitiative gegen die Nordostverbindung bezweifelt den Nutzen der neuen Straße. Da die Trasse parallel zur A 99 verlaufen soll und alle weiterführenden Zufahrtstrassen nicht ausgebaut werden sollten, würden die Verkehrsprobleme nicht gelöst, sondern nur verschoben, argumentieren die Straßengegner. In Feldkirchen würde mit der Nordostverbindung das Verkehrsaufkommen deutlich steigen: fast 4000 Fahrzeuge mehr täglich auf der Aschheimer Straße, weitere 1300 auf der Münchner Straße. Anstatt den Verkehr durch die Ortschaften zu reduzieren, würde die Nordostverbindung weiteren Verkehr anziehen und eine zusätzliche Belastung für die Gemeinden im Landkreis darstellen, erklärt die Bürgerinitiative.

Erheblicher ökologischer Schaden

Dazu kommt der ökologische Schaden: Die Nordostverbindung ist mit aufwändigen Zu- und Abfahrten an die bestehenden Straßen geplant und verläuft zum Teil in Hochlage. Neben der Schädigung der landschaftlich wertvollen Mooslandschaften bedeute das Lärm und Abgase auch für die nicht unmittelbar angrenzenden Anwohner. Als Alternative schlägt die Bürgerinitiative den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vor.

Die Demonstration gegen die Nordostverbindung beginnt am Samstag, 25. Januar um 11 Uhr vor dem Dornacher Bürgerhaus. Zuvor plant die lokale Agenda 21 eine Trassenbegehung entlang dem alten Bahndamm bis nach Dornach. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Kreisverkehr am Ortsausgang Feldkirchen Richtung Aschheim. gü

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