"Den Druck hat der Club"

- Haching vor Derby optimistisch

Unterhaching - David gegen Goliath, Aufstiegsplatz gegen Abstiegsgefahr. Die Karten vor dem bayerischen Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Unterhaching (Sonntag, 15 Uhr) scheinen gemischt. Der Traditionsverein aus Franken zählt allein 10 000 Mitglieder in den 360 Fanclubs. Haching hat gerade mal rund 1000 Vereins-Mitglieder.

Im Frankenstadion wartet auf jeden Fall ein echtes Auswärtsspiel auf die Unterhachinger. "Eine Atmosphäre, mit der man klarkommen muss", so Trainer Wolfgang Frank. "Die haben das Publikum als zwölften Mann im Rücken, was wir im Sportpark nicht haben." Dennoch fordert er nach sechs Spielen ohne Sieg: "Wir sind in einer Situation, in der wir gut aufpassen müssen. Es wird Zeit, dass wir mal wieder gewinnen. Schon am Sonntag müssen wir ein Zeichen setzen." Das scheint aufgrund der Ausgangslage nur vorgeschobener Optimismus zu sein. Doch Elton da Costa erklärt, warum eine Überraschung möglich ist: "Wir wissen schon, was auf uns zukommt. Wir haben genug Qualität, um auch gegen Nürnberg zu gewinnen. Warten wir mal ab, wie das läuft. Den Druck hat der Club, der muss gewinnen."

Ein Ex-Nürnberger feiert möglicherweise die Rückkehr in den Kader: Stefan Leitl war einer der 21 Akteure, die Frank mit nach Herzogenaurach ins Kurz-Trainingslager nahm. Wer tatsächlich in den 18-Mann-Kader für die Partie rückt, entscheidet sich am Samstag nach der letzten Trainingseinheit. Zu Hause blieben nur Ralf Bucher, Necat Aygün und Matthias Lust. SpVgg Unterhaching: Brasas - Majstorovic, Loose, Seifert, Liebers - Zimmermann, Sukalo, Omodiagbe, da Costa - Copado, Helbig

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