60 Euro pro Hund

Hundesteuer wird drastisch erhöht

Grasbrunn - Die Hundesteuer in der Gemeinde Grasbrunn wird verdoppelt, und für einen Kampfhund werden künftig sogar 900 Euro Steuer im Jahr fällig. Allerdings ist kein Kampfhund in der Gemeinde gemeldet.

Ohnehin sei ja auch nicht genau definierbar, was ein Kampfhund sei, stellte Grünen-Fraktionssprecher Max Walleitner in der Gemeinderatssitzung fest. Nach Abzug der durch Hunde verursachten Kosten macht die Gemeinde noch einen Gewinn, hieß es von Seiten der Verwaltung. 

Walleitner: Soziale Komponente fehlt

Weil aber die Hundesteuer ein emotionales Thema ist, verlief die Diskussion entsprechend kontrovers. Für Walleitner und FW-Fraktionssprecher Hannes Bußjäger fehlt bei der Betragsstaffelung die „soziale Komponente“. „,Für ältere Personen ist oft der Hund noch das Einzige im Leben, weil sie keine andere Ansprache haben und die sollen nun den vollen Steuersatz bezahlen?“, kritisierte Walleitner. Sein Vorstoß scheiterte an der fehlenden Definition „ältere Menschen“. Auch für Karl Humplmayr (CSU) ist es nicht stimmig, dass gleichzeitig Diplomaten von der Steuer befreit sind. Das aber ist so im übergeordneten Bundesgesetz geregelt, erläuterte Kämmerer Sebastian Stüwe. In Zukunft kostet jeder Hund 60 Euro pro Jahr oder „fünf Euro pro Monat“, wie Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) formulierte und feststellte, dass die Hundesteuer „der geringste Betrag für einen Hundebesitzer im Jahr ist“. Gleichzeitig wird im Rathaus der bürokratische Aufwand vereinfacht, weil die arbeitsintensive Staffelung nach Anzahl der Hunde entfällt. 

Laut Landratsamt ist die Satzung korrekt, die meisten Gemeinderäte stimmten ihr dann auch zu und erfuhren noch, dass das gemeindliche Ordnungsamt mit Kontrollmaßnahmen zur Überwachung beginnt. Und, dass das Landratsamt nach dem Abfallbeseitigungsgesetz zuständig ist, wenn jemand seine Plastiktüte mit den Hundehinterlassenschaften an der falschen Stelle ablegt.


kp

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