CSU distanziert sich von Nazi-Gruß und Gemeinderatskandidat

Pullach - Vor drei Jahren ist der Pullacher CSU-Gemeinderatskandidat Jörg Kleinsteuber aus der Rolle gefallen. Bei der Burschenschaft "Stauffia" zeigte er den Hitlergruß und rief "Sieg Heil!"

Die Münchner Burschenschaft hat den inzwischen 31-Jährigen intern bestraft (ein halbes Jahr lang durfte Kleinsteuber nicht die Stauffia-Abzeichen tragen), die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, nachdem anonym eine Anzeige eingegangen ist.

Und die Pullacher CSU ist in heller Aufregung. "Es steht außer Zweifel, dass sich die CSU Pullach auf das Schärfste von allen nationalsozialistischen Tendenzen distanziert", schreibt der Ortsvorsitzende Josef Plenk in einer Presseerklärung. Kleinsteuber soll aus der CSU austreten und von der Liste für die Kommunalwahl genommen werden. Das passiert schon am Dienstag, 29. Januar, wenn abermals der Pullacher Wahlausschuss tagt. "Er hat die Wählbarkeit verloren. Das wird der Wahlausschuss feststellen", erläutert Hans Tittel, Wahlleiter im Pullacher Rathaus. Als Nachrücker kommt Ulrich Schaefer auf die Pullacher Liste der CSU-Kandidaten.

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