Dominik Schulz auf dem Weg ins internationale Tennis

- VON MATTHIAS LETTENBICHLER Großhesselohe - Drei Saison-Höhepunkte hatte sich Dominik Schulz für das Tennis-Jahr 2004 ausgeguckt - den ersten meisterte er in der Manier eines Champions: In Ludwigshafen holte sich der Nachwuchs-Star des TC Großhesselohe souverän die Deutsche Meisterschaft der Tennis-Junioren in der Altersklasse Junioren U 12, verlor in vier Partien nur einen einzigen Satz. Und er setzte sogar noch einen Erfolg drauf, gewann ohne Satzverlust auch den Doppel-Titel, an der Seite von Kevin Krawietz vom TC Weiß-Rot Coburg.<BR>

"Das war wirklich sehr gutes Tennis. Es hat Spaß gemacht, und ich bin sehr glücklich, dass ich sogar beide Titel gewonnen habe", sagte Schulz. Völlig ungefährdet marschierte er dabei durchs Tableau, zeigte aggressives und druckvolles Tennis und ließ seinen Gegnern insbesondere in den ersten Runden nicht den Hauch einer Chance. Mit 6:0, 6:0 setzte er sich in Runde eins gegen Nils Brinkmann (GW Gräfenhausen) durch, fegte anschließend Thorsten Bertsch (TC/TWG Mannheim) mit 7:5, 6:1 vom Platz und machte auch mit Yannik Offermans (TSC Rennigen) beim 6:1, 6:1 kurzen Prozess. "Da hat er wirklich super gespielt", lobte sein Vater und Coach Karsten Schulz, "er ist immer besser ins Spiel gekommen und hat stets die Initiative übernommen." Das war insbesondere im Halbfinale wichtig, denn da wartete der derzeit wohl stärkste Gegner seines Jahrgangs, Finn Meinecke (VfL Pinneberg), Neffe des ehemaligen deutschen Top-Spielers Tore Meinecke. Mit 6:1, 6:4 setzte sich Dominik Schulz zwar von der Papierform her auch hier deutlich durch, doch auf dem Platz war es ein sehr enges und vor allem hochklassiges Match. "Das war sicher das beste Tennis, das man in diesem Alter spielen kann", fand Karsten Schulz, und diese Einschätzung bezog er auch auf internationales Niveau. "Das war vom spielerischen her sicher das vorweggenommene Finale. Unglaublich schnell, sehr präzise und so druckvoll, wie ich Dominik noch nie gesehen habe. Das war sicher das beste Spiel seiner bisherigen Laufbahn."<P>Mit erstklassigen ersten Aufschlägen und langen Bällen von der Grundlinie setzte der Großhesseloher seinen Kontrahenten unter Druck und nutze seine Breakchancen. Im Finale traf er dann auf Nico Matic (TC Alsterquelle), gegen den er beim 7:5, 4:6, 6:1 zwar einen Satz abgeben musste, doch letztlich holte er sich auch diesen Sieg und damit den Titel des Deutschen Meisters souverän.<P>Saison-Höhepunkt Nummer eins ist damit abgehakt, nach dem Dreingabe-Sieg im Doppel sogar noch erfolgreicher als erwartet. Nun könnte Dominik Schulz, die Nummer eins der Deutschen Rangliste, höchst zuversichtlich das nächste Ziel angehen, nämlich im August zum vierten Mal das hochkarätige Jugendturnier in Detmold zu gewinnen, und damit mit seinem Vorbild Tommy Haas gleichzuziehen. Doch Vater Schulz wird seinen Sohn dort vermutlich gar nicht mehr auf den Platz schicken - zumindest nicht gegen die gleichaltrige Konkurrenz.<P>Orange Bowl ist das nächste Ziel "Den Bambino-Bereich kann er jetzt allmählich abhaken", so der Coach. In den kommenden Monaten soll sich der Deutsche Meister gezielt auf den Orange Bowl im Dezember in Florida vorbereiten, gegen ältere Gegner der Jahrgangsstufe U 14 Erfahrungen und Matchpraxis sammeln, und dann in den USA erstmals auch international um einen Turniersieg mitspielen. Karsten Schulz: "Wir konzentrieren uns jetzt auf U 14-Turniere, und ich hoffe, dass er dann im Dezember beim Orange Bowl so gut und druckvoll spielt wie in den letzten Tagen in Ludwigshafen." Damit auch das dritte Saisonziel einen erfolgreichen Abschluss findet.<P>

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