Dschungelbuch live: "Wölflinge" entdecken den Wald

- Ottobrunner Pfadfinder gründen neue Nachwuchsgruppe

VON NORA GOEBBEL Ottobrunn - "Ich möchte ein Wölfling werden", sagte Nicolai Zwiener begeistert und fasste an sein umgehängtes, dunkelgelbe Tuch mit Lederschlinge und eingraviertem Wolfskopf. Der erste Schritt, um vom Pfadfinder-Stamm "Robin Hood" aufgenommen zu werden, ist getan: Nicolai nahm an der Schnupperstunde im "Waldhäusl" der Ottobrunner Pfadfinder teil. Von nun an gehört er der neu gegründeten Gruppe für Jugendliche zwischen 10 und 12 Jahren an.

Ziel der Veranstaltung war es, Jugendliche anzulocken, um auch für die mittleren Altersgruppe in Zukunft eine "Meute" von 15 Jugendlichen bilden zu können. Die Organisatoren hoffen noch auf Verstärkung. Neben den anderen Meuten werden auch die Neuen dem Ottobrunner Pfadfinder-Stamm "Robin Hood" angehören, um ihre Freizeit miteinander zu verbringen.

Als Mitglied der größten Jugendorganisation der Welt, dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), hat sich "Robin Hood" vor 33 Jahren ein ganz besonders schönes Fleckchen für seine Treffen ausgesucht: das "Waldhäusl" im unberührten Waldstück zwischen Neubiberg und Ottobrunn. In seinem urigen Wohnzimmer treffen sich die einzelnen Gruppen wöchentlich, um - wie jetzt in den kalten Wintertagen - bei Kerzenschein zu musizieren, gemeinsam zu kochen, zu basteln, Plätzchen zu backen, Rollenspiele zu spielen oder neue Pläne für die nächsten Wanderschaften auszuhecken.

"Aufregend fand ich immer die Zeltlager - da dürfen wir nämlich unsere Zelte selbst aufstellen, Gruben ausheben und Lagerfeuer machen", meint Lea stolz. Sie ist schon drei Jahre dabei und liebt die Abenteuer draußen in der Natur. "Manchmal verkleiden wir uns als Indianer, spielen Piraten auf dem Meer und machen Dschungelexpeditionen,", erzählt sie. "Damit Natur erlebt wird und der Gemeinschaftssinn gestärkt wird", fügt der 21-jährige Thomas Leffers hinzu. Er gehört zu den Organisatoren und betreut die Wölflinge.

Um sich wie Lea als echter Wölfling zu bewähren, wird auch Nicolai und die anderen Neulinge - ausgerüstet mit Landkarte, Zelt und Rucksack - aufbrechen und am Zeltlagerfeuer einen Wölflingsschwur ablegen: den anderen Wölflingen ein guter Freund zu sein und mit der Natur verantwortungsvoll umzugehen.

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