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Auf verletzt geschminkt: Rettungskräfte versorgen bei der Übung die Opfer.

Zum Glück nur die Probe für den Ernstfall

Großübung: Dutzende Verletzte bei S-Bahnunfall

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Unterföhring - Ein Großaufgebot von Rettungskräften hatte Dutzende Verletzte zu versorgen nach einem Unfall im S-Bahntunnel Unterföhring. So das Szenario bei einer Großübung mit 270 Einsatzkräften. 

Es war eine der größten Übungen in der Historie der Unterföhringer Feuerwehr. Simuliert wurde ein besonders schweres S-Bahn-Unglück im Tunnel des Unterföhringer Bahnhofs. Dieses besondere Training mit 270 beteiligten Rettungskräften allein von den Feuerwehren soll Erkenntnisse lieferen für einen optimalen Ernstfalleinsatz.

Das Szenario sah einen Arbeitsunfall im Tunnel vor, durch den die S-Bahn extrem stark bremsen musste und nur zur Hälfte in den Bahnsteigbereich einfahren konnte. 110 Personen in der S-Bahn wurden verletzt, der Tunnel durch einen Brand verraucht.

270 Kräfte hat die Feuerwehreinsatzzentrale mobilisiert: 190 Leute der Feuerwehren Ismaning und Unterföhring sowie der Berufsfeuerwehr München, geleitet vom Kreisbrandkommando, wie das auch im Ernstfall wäre; dazu 80 Mann vom Rettungsdienst für Versorgung und Transport der Verletzten. 

Die Helfer mussten die Fahrgäste über die beiden Aufgänge des Bahnhofes sowie über den Notausstieg an der Jahnstraße retten. „Die Übung ist gut gelaufen“, sagt Michael Spitzweg, Kommandant der Unterföhringer Feuerwehr. Er machte aber auch deutlich, dass im Ernstfall bei so einem Unfall noch deutlich mehr Einsatzkräfte benötigt würden. Zudem habe die Übung gezeigt, dass der unterirdische Bahnhof Unterföhring einen guten Sicherheitsstandard habe. 

Die Verantwortlichen der Feuerwehren und des Kreisbrandinspektion analysieren nun den Einsatz und suchen Punkte für eine Optimierung. Das ist besonders wichtig, da nur alle zwei Jahre solche großen Übungen möglich sind. Klar ist aber auch, dass diesmal ein Extrem-Szenario geübt wurde. „Normalerweise gibt es bei so einem Unfall weniger Verletzte im Zug“, sagt Kommandant Spitzweg. Zudem versuchen Zugführer bei Problemen im Tunnel durch den Bahnhof durchzufahren und erst im Freien stehen zu bleiben. Ein halb im Tunnel stehender Zug ist der schlimmste anzunehmende Fall. 

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