E-Mails zur Hochzeitskatastrophe

Taufkirchen - Nach der Eskalation bei der Hochzeit am Pfingssonntag im Taufkirchner Ritter-Hilprand-Hof erreichen den Bürgermeister jetzt E-Mails, in denen zum Teil sehr deutliche Worte gefunden werden.

Massenschlägerei bei Hochzeitsfeier

So soll ein Angriff auf eine Bedienung die Massenschlägerei ausgelöst haben. Die Frau sei von einem Mann an den Haaren gezogen und gewürgt worden sein. Bei der Gewaltorgie waren sechs Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Genaueres sondiert derzeit die Polizei. Die Mordkommission führt die Ermittlungen.

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Hochzeits-Schlägerei: Angriff auf Bedienung wohl Auslöser

Fest steht, dass der Gaststättenwirt, der für seine konziliante und freundliche Art in ganz Taufkirchen und Umgebung bekannt ist, schwere Schnittverletzungen nahe der Schlagader zugefügt bekam und mit dem Hubschrauber ins Schwabinger Krankenhaus geflogen werden musste. Dort liegt er nun auf der Intensivstation, ist jedoch nicht in Lebensgefahr. Der Kollege, der ihm Beistand leistete, wurde ebenfalls schwer verletzt und kam ins Krankenhaus.

Lange dauerten die ersten Vernehmungen der Gäste auf dem Rathausgelände, und Bürgermeister Jörg Pötke nahm jetzt gegenüber unserer Zeitung die brachiale Gewalt zum Anlass, in gesamtgesellschaftlicher Dimension über die Thematik nachzudenken.

In der Zwischenzeit erreichten ihn viele E-Mails, in denen zum Teil deutliche Worte gefunden wurden. „Da sind einige ausländerfeindliche Töne angeschlagen worden, die man gar nicht zitieren kann, einge andere Kommentare waren aber sehr differenziert.“

Bei den Feiernden handelte es sich unter anderem um Sinti und Roma, und gerade die Herkunft wurde wohl das ein oder andere Mal als Ursache für die Handlungsweise verstanden. „Dabei fanden solche Hochzeiten in den vergangenen Jahren häufig statt, und es eskalierte nie“, so Pötke.

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