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Gemeinderat stimmt zu

Ja zum Getränkemarkt

Die Erweiterungspläne des Tengelmann-Marktes in Ebenhausen können realisiert werden. Der Gemeinderat will aber die Verkehrsproblematik berücksichtigen.

Der Tengelmann Ebenhausen am Rodelweg möchte sich um einen Getränkemarkt erweitern. „Diesbezüglich hat Jochen Dittmar von der BVG Verwaltung bereits im März eine formlose Anfrage an den Bauausschuss gestellt“, erklärte Bauamtsleiter Stefan Jocher dem Gemeinderat. „Damit soll der Standort gesichert werden, da in der Nachbargemeinde Icking in naher Zukunft ein größerer Einkaufsmarkt geplant ist.“

 Der Tengelmann hat derzeit eine Verkaufsfläche von 699 Quadratmetern. Die BVG favorisiert zwei Vorschläge für einen Baukörper südlich des Einkaufsmarktes mit rund 500 Quadratmetern Verkaufsfläche und einem Verbindungsgang zum Hauptgebäude. „Allerdings setzt die Verwirklichung eine Änderung des Bebauungsplanes voraus.“ Ebenso liegt das Vorhaben im Bereich der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung „Isartal“, eine Befreiung hiervon ist notwendig. Im Gegenzug müssen Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden. Das Gros der Gemeinderäte stand dem Vorhaben positiv gegenüber. Christian Fürst (CSU): „Ich sehe den Bedarf durchaus. Der Markt ist oft so rammelvoll, dass man sich kaum noch umdrehen kann.“

 Allerdings machte die ungünstige Verkehrssituation dem Gremium Kopfzerbrechen: „Wie soll die Anlieferung erfolgen? Wie machen wir die Ein- und Ausfahrt sicherer?“ Schon jetzt nutzen viele Autofahrer die Straßen „Am Sommerfeld“ und „Am Kreuzweg“ als Schleichweg. „Man müsste die Einfahrt B11/Rodelweg attraktiver machen“, bekräftigte Ulrike Prölß (CSU) und sprach damit Hans-Jürgen Heinrich (SPD) aus der Seele. „Hier entstehen mir zu viele kritische Situationen, besonders die Fußgänger betreffend.“

 Eher Magenschmerzen hatten Maria Kötzner-Schmidt und Jakob Metz (GU) hinsichtlich einer Befreiung von der Schutzgebietsverordnung. Metz: „Dem kann ich nicht zustimmen.“ „Allerdings“, hielt Jocher dagegen, „ist diese Fläche schon jetzt zum Großteil versiegelt. Nichtsdestotrotz wird dieser Eingriff kompensiert werden müssen.“ Mit 17:4 Stimmen gab der Gemeinderat Schäftlarn grünes Licht für eine Änderung des Bebauungsplanes. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, sich mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrssituation zu befassen.

Sabine Hermsdorf

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