Stuttgart: Gericht will Diesel-Fahrverbot ab Januar

Stuttgart: Gericht will Diesel-Fahrverbot ab Januar
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Im Gespräch: (v.l.) Verkehrsminister Alexander Dobrindt mit Bürgermeister Matthias Ruhdorfer, Herbert Kölbl, Vertriebsbeauftragter der DB Netze für Bayern, MdB Florian Hahn und Wolfgang Franz, der sich seit Jahren für eine Umgestaltung des Bahnhofs engagiert.

Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs

Ein kleines bisschen Hoffnung

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Bundesverkehrsminister besucht neben anderen Bahnhöfen mit Umbaubedarf auch den Bahnhof Ebenhausen und kündigt dort Fördermittel für den Umbau frühestens ab 2019 an.

Die Bahn ist eines der wichtigsten Verkehrsmittel überhaupt. Doch gerade Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Müttern mit Kinderwägen ist es aufgrund von fehlender Barrierefreiheit an einigen Haltepunkten nicht möglich, die Bahn zu nutzen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) besichtigte zusammen mit CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Hahn ein paar dieser Sorgenkinder, darunter auch den Bahnhof in Ebenhausen. Mit den Worten „Der Bahnhof hier in Ebenhausen sieht schlimmer aus als die in der früheren DDR“ empfing ein Bürger den Verkehrsminister. 

Die Gemeinde Schäftlarn kämpft bereits seit Jahren für einen Umbau. „Wir haben hier im Ortsteil zwei Altenheime“, stellte Bürgermeister Matthias Ruhdorfer dem Bundespolitiker die Problematik dar. „Doch wie sollen Senioren, oder andere, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, die 51 Stufen bis zum Bahnsteig überwinden?“ Sogar eine Petition wurde beim Bayerischen Landtag eingereicht und mit der Beurteilung „Würdigung“ an das Bayerische Staatsministerium weitergeleitet. Derzeit wird über ein Nachfolgeprogramm beraten und Schäftlarn hofft, dass Ebenhausen nun mit einbezogen wird. Etwa gegen Ende des Jahres sollen die aufgenommenen Stationen bekannt gegeben werden. 2015 hatte Dobrindt ein neues Programm für Bahnhöfe, die sich im ländlichen Raum befinden, gestartet, um diese möglichst schnell barrierefrei umzubauen. 

Dazu hatte der Bund 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Doch Ebenhausen wurde nicht berücksichtigt. „Hier gibt es mehr als 1000 Ein- und Aussteiger pro Tag – und das Programm richtet sich extra an die kleinen Bahnhöfe mit unter 1000 Fahrgästen.“ Ein Punkt, über den Ruhdorfer nur mit dem Kopf schütteln konnte. „Zuerst hieß es, wir haben zu wenig, jetzt haben wir zu viele.“ Zumindest besteht Hoffnung, in das Förderprogramm 2019 aufgenommen zu werden. „Ab da“, sagte Dobrindt, „stellt der Staat wieder Fördermittel für die größeren zur Verfügung.“ 

Als positiv sah es der CSU-Bundesverkehrsminister an, dass Schäftlarn einen dementsprechenden Antrag gestellt hat. „So ist ihr Bahnhof für die vorzubereitende Liste ab 2019 bereits angemeldet“, sagte Dobrindt. Dennoch werden bald die Bauarbeiter in Ebenhausen vor Ort sein – allerdings aus einem anderen Grund. Herbert Kölbl, Vertriebsbeauftragter der DB Netze für Bayern: „Die Bahnsteigoberfläche muss saniert werden, hier müssen wir unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen.“ Ein gleichzeitiger Aus- beziehungsweise Umbau ist aber ausgeschlossen. „Allein zwischen Planung und Baubeginn liegen im Schnitt 36 Monate Vorlaufzeit.“ Bereits 2009 waren zwar erste Umbauskizzen mit Außenbahnsteigen und Übergang an der Schranke erstellt worden, aber „die können heutzutage so nicht mehr umgesetzt werden“, musste Kölbl vermelden. „Allein schon der Sicherheit wegen.“ Nun müssen die Planer andere Alternativen finden. In einem Punkt jedoch waren sich alle einig: Ändern muss sich in Ebenhausen in jedem Fall etwas.

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