Ein echter Grund zum Feiern

- Einweihung: "Haus für die Dorfgemeinschaft"

VON CARSTEN RÖHNERT Altkirchen - Die "Schützengesellschaft Gemütlichkeit Altkirchen" hat jetzt ein neues Zuhause. Das Schützenheim ist fertig, am Mittwoch, 2. Oktober, wird es eingeweiht. Das freut in Altkirchen nicht nur die Schützen, denn das Haus, das in außergewöhnlichem Maße in Eigenleistung der Dorfbewohner gebaut wurde, wird auch als Bürgerhaus dienen. Nicht umsonst heißt dieses neue Gebäude "Haus für die Dorfgemeinschaft".

Diese Einweihungsfeier steht am Ende eines langwierigen Prozesses. Dabei verbinden sich sowohl die Suche der Schützen nach einem neuen Heim als auch das Ringen um ein geeignetes Bürgerhaus für den Sauerlacher Ortsteil Altkirchen. Im Eingemeindungsvertrag der Altgemeinde Eichenhausen war noch das alte Schulhaus als potentielles Bürgerhaus vorgesehen gewesen. Als das aber vor einigen Jahren von der Gemeinde Sauerlach verkauft wurde, stand die Gemeinde in der Pflicht, eine Alternative zu finden. Diese ergab sich in der Kombination mit den Bedürfnissen der Schützen. Die Gemeinde stellte ein geeignetes Grundstück bereit und finanzielle Förderung in Höhe von damals 800 000 Mark, und die Schützen übernahmen die Verpflichtung der Gemeinde, der Dorfgemeinschaft ein Bürgerhaus zu beschaffen. "Eine Kombination, die letztlich bereits das alte Schützenheim in den vergangenen 40 Jahren erfüllte", wie Erster Schützenmeister Sebastian Ailer feststellte.

Im Februar 2000 wurde dann endgültig beschlossen, dass das Schützenheim gebaut wird, und es wurde ein Bauausschuss unter Vorsitz von Valentin Portenlänger gegründet. Es habe sich dann schnell herausgestellt, dass dieses Projekt nur mit sehr viel Eigenleistung der Dorfbewohner zu realisieren sein werde, erinnert sich Portenlänger. Und so erklärten sich noch vor dem Spatenstich im März 2001 viele Personengruppen und örtliche Unternehmen bereit, die Arbeit für ganze Gewerke zu übernehmen. "Und die Dorfgemeinschaft hielt, was sie versprochen hatte", sagt Portenlänger zufrieden und anerkennend. Elektro-, Heizung-, Sanitärinstallationen, Zimmerarbeiten, Trockenbau und Estrich, Innenputz, Fliesenarbeiten und die Lüftungsinstallation seien komplett in Eigenleistung ausgeführt worden. Und: Das Bauholz spendeten die örtlichen Waldbauern, von der Firma Trischberger wurde es unentgeltlich gesägt. Portenlängers Dank gilt all den vielen Helfern, die dazu beigetragen haben, dass nun Einweihung gefeiert werden kann. "Es ist sicherlich eine außergewöhnliche Leistung eines Ortsteils mit rund 420 Einwohnern, dass dieses Gebäude mit über 10 000 Stunden Eigenleistung und Spenden im Wert von rund 65 000 Euro erstellt worden ist", betont Portenlänger. Ein echter Grund zum Feiern.

Einweihung: 2. Oktober. Gottesdienst um 19 Uhr in St. Margaret, anschließend Feier im Schützenheim.

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