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Dem Kirchheimer "Ei" droht der Kollaps: Weil die Brücke über die St. 2082 im Sommer gesperrt wird, läuft der gesamte Nord-Süd-Verkehr dann durch den Kreisel.

Brücke über St. 2082 wird für drei Monate gesperrt

Dem "Ei" in Kirchheim droht der Kollaps

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Kirchheim - Die SPD hätte gerne ein durchgehendes Tempolimit mit 50 Stundenkilometer auf der Staatsstraße 2082 von Erding in Richtung Aschheim, bis zum sogenannten Kirchheimer Ei, dem Kreisverkehr. Zudem sollte vor dem Kreisel ein fester Blitzer installiert werden. Beides haben Polizei und Landratsamt München abgelehnt. Schlechte Nachrichten auch von Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU): Er prophezeit den „bevorstehenden Kollaps“ für das „Ei“ ab Juni für zwölf Wochen, da die Brücke von Heimstetten nach Kirchheim über die Staatsstraße für Sanierungsarbeiten gesperrt wird.

 Aus Sicht von SPD-Fraktionssprecher Thomas Etterer ist eine der Hauptursachen für die vielen Staus sowie die mangelnde Leistungs- und Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs der Staatsstraße mit dem Heimstettener Moosweg die viel zu hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge aus Richtung Erding. „Ein fester Blitzer könnte Abhilfe schaffen und möglicherweise sogar den kostenträchtigen Ausbau überflüssig machen.“ Ein zweites Problem vor dem „Ei“ sei aber auch, dass die Geschwindigkeit vor und nach der Einmündung Florianstraße auf 50 Stundenkilometer beschränkt ist, nach wenigen Metern auf 70 Stundenkilometer erhöht und kurz vor dem Kreisverkehr wieder auf Tempo 50 reduziert wird. „Das ist eine Aufforderung, zur Erhöhung des Tempos, um kurz danach wieder zu bremsen – das führt in der Praxis zum weitgehenden Ignorieren der Höchstgeschwindigkeiten“, sagte Gemeinderat Thomas Etterer. 

Das zuständige Polizeipräsidium München hat den Antrag, einen festen Blitzer einzurichten, allerdings abgelehnt, weil „es sich nicht um einen Unfallgefahrenpunkt“ handle. Im Jahr 2015 habe es auf diesem Streckenabschnitt nur sechs Unfälle gegeben, davon einen mit Personenschaden. Man müsse sich, teilt das Polizeipräsidium mit, beim Aufstellen solcher Anlagen an die Reihenfolge Unfallbrennpunkte – Unfallgefahrenpunkte – Belästigung der Anwohner halten. Auch das Landratsamt München hat den SPD-Antrag für eine durchgehende Tempobegrenzung auf 50 Stundenkilometer abgelehnt: „Ein zwingendes Erfordernis aus Gründen der Verkehrssicherheit liegt nicht vor.“

Marcel Prohaska (SPD) und einige Kollegen des Bauausschusses konnten nicht glauben, dass im Bereich des „Ovals“ kein Unfallschwerpunkt sein soll. „Wenn es bei uns überhaupt schwere Unfälle gibt, dann doch da“, meinte Prohaska. 

Bürgermeister Böltl unterstützt den SPD-Antrag. „Auf alle Fälle kann ich den programmierten Kollaps für das ,Ei’ ab Juni schon mal ankündigen. Die Brücke über die Staatsstraße muss saniert werden und dann soll der komplette Nord-Süd-Verkehr in den Monaten Juni, Juli und August über den Heimstettener Moosweg und das ,Ei’ führen. Wir wollen während dieser Phase eine Ampellösung am Kreisverkehr – am besten gleich für immer.“

 Wenigstens habe das Landratsamt zugestimmt, den Tempo-50-Bereich vor dem Oval, von Osten kommend, während der Bauarbeiten um 50 Meter zu verlängern. „Und dann bekommen wir hoffentlich irgendwann die dringend notwendige Einschleifspur der Florianstraße auf die Staatsstraße“, sagte Bürgermeister Böltl.

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