30.000 Euro Schaden angerichtet

Jugendliche filmen eigenen Einbruch

Putzbrunn - Bis zu 30.000 Euro Schaden haben Jugendliche bei einem Einbruch ins Putzbrunner Bürgerhaus angerichtet. Per Handyvideo und Facebook nahmen sie der Polizei die Fahndungsarbeit ab.

„Die genaue Summe wird gerade noch zusammengestellt“, berichtete Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Die Täter hat die Polizei inzwischen ermittelt.

Eine Gruppe Jugendlicher, die laut Polizei im Alter zwischen 14 und 16 Jahren sind, war in der Nacht zum 28. Dezember gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und hatte dabei die Außentür beschädigt, die seitdem nicht mehr zu öffnen ist. Sie muss aufwändig repariert oder erneuert werden.

Damit nicht genug: Im Bürgerhaus rissen sie unter anderem vor dem Sitzungssaal eine Tür aus einem Wandschrank, kletterten sogar aufs Dach und rissen Blitzableiter aus der Verankerung. Nebenbei ließen sie auch ein iPad mitgehen. Außerdem wurde ein Mischpult, das für die Kulturveranstaltungen angeschafft worden sei, stark beschädigt.

Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf, stellte Fingerabdrücke sicher. Und dann kam der Zufall den Beamten zu Hilfe: Die jugendlichen Täter hatten ihren Einbruch mit einem eigenen Handy-Video dokumentiert und ließen die Öffentlichkeit auf der Internetplattform Facebook von ihrem Tun wissen. So kam ihnen die Polizei auf die Spur.

Aus Sicht der Jugendlichen war der Einbruch offenbar eine Art Ortsbesichtigung gewesen. Für die Silvesternacht planten die Jugendlichen eine Party, zu der sie über Facebook einluden. „Etwa 1500 Jugendliche hatten wohl zugesagt. Wir haben sofort Sicherheitskräfte beauftragt und die Polizei alarmiert, die auch vor Ort war, um diese Party zu unterbinden. Um die zehn Jugendliche sind dann doch noch gekommen“, berichtete Klostermeier im Gemeinderat.

Wer für den entstandenen Schaden im Bürgerhaus aufkommen, ist noch unklar. „Vielleicht die Haftpflichtversicherung der Eltern oder die Eltern direkt. Es wird geprüft, ob sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben“, erklärte Klostermeier. Unklar sei auch noch, wie die Jugendlichen ins Gebäude gelangt waren, nachdem sie an der Eingangstür gescheitert waren und dieses beschädigt hatten.

Die Gemeinderäte schlugen vor, eine Alarmanlage einzubauen, um derartige Vorfälle künftig zu verhindern. Klostermeier meinte aber, das sei zu teuer und nicht praktikabel. Die Frage sei im Rathaus bereits geprüft worden.

(nie)

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