Nachverdichtung

56 Eigentumswohnungen zwischen den Mietblöcken am Stutenanger

Oberschleißheim – In der Parksiedlung Oberschleißheim könnten 56 neue Wohnungen für Familien entstehen; zwischen den neun Stockwerke hohen Mietwohnblöcken Am Stutenanger 6, 8 und 10 mit ihren 440 Wohnungen, die derzeit aufwändig saniert werden.

Die „JP Oberschleißheim GmbH“ möchte als Nachverdichtung auf den üppigen, aber wenig genutzten Freiflächen zwischen den Blöcken insgesamt sechs Punkthäuser bauen, fünf und sechsstöckig. Das Konzept sieht 56 Drei-Zimmer-Wohnungen vor, zwischen 80 und 100 Quadratmeter groß. Und zwar Eigentumswohnungen, was die Parksiedlung ganz im Sinne des laufenden Prozesses „Soziale Stadt“ aufwerten könnte. Auch eine Kinderkrippe sieht das Konzept vor. 

Architekt Martin Kühleis hat dem Bauausschuss eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Jetzt werde in Absprache mit der Gemeinde und dem Städteplaner weiter am Plan gefeilt, sagt Bürgermeister Christian Kuchlbauer.

Kühleis erklärte, dass sich zwischen den derzeit in der Sanierung befindlichen Gebäuderiegeln jeweils 56 Meter freie Flächen befinden, die in der Praxis quasi ungenutzt seien. So kam der Plan auf, in diesen Zwischenräumen jeweils drei versetzte und deutlich niedrigere Punkthäuser zu errichten. Der Architekt erklärte, dass so für den Bestand keine Verschattung drohe.

Auf den Grünflächen zwischen den neuen Häusern könnten Wege und Sichtachsen erhalten werden. Thematisch geordnet sollen qualitativ hochwertige Aufenthaltsflächen geschaffen werden wie eine Boule-Bahn, ein naturnaher Kinderspielplatz sowie Kommunikationszonen mit Treffpunkten für die Nachbarn. Der Architekt erklärte, dass aus seiner Sicht keine Nachteile für den Bestand zu erwarten seien. Die Gemeinde könne in dem Prozess auch aktiv mitreden, weil für die Nachverdichtung eine Änderung des über 40 Jahre alten Bebauungsplanes nötig ist.

In dem Verfahren könnte die Qualität der Aufenthaltsflächen vertraglich geregelt werden. Unter den Gebäuden besteht zudem die Möglichkeit für den Bau einer weiteren Tiefgarage. Dort könnten sich die Investoren moderne Mobilitätslösungen vorstellen wie etwa Stellplätze für Elektrofahrzeuge oder Car Sharing. Angesichts der vielen in der Siedlung am Stutenanger lebenden Menschen bestehe das Nutzerpotenzial für solche Angebote, die die Probleme der oberirdischen Parkplätze entschärfen könnten. Nun werden die Fraktionen über die Nachverdichtung beraten.

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