Asyl

Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge

Unterhaching - Klare Tagesstruktur, sinnvolle Tätigkeit und ein bisschen Geld: Die Unterhachinger Grünen setzen sich dafür ein, dass Asylbewerber Ein-Euro-Jobs bekommen.

Eine „Win-Win-Situation“ für in Unterhaching untergebrachte Asylbewerber und die Gemeinde sehen die Grünen, wenn die Flüchtlinge mit Ein-Euro-Jobs „sinnvoll beschäftigt werden“ könnten. Die legte Eva Karbaumer im Gemeinderat dar und regte an, mehrere Ein-Euro-Jobs zu schaffen. „Eine Beschäftigung mit Bezahlung nach dem Mindestlohn oder gar ortsüblichen Lohn zu finden, ist für Asylsuchende eher schwer in der Region München. Einer Ein-Euro-Tätigkeit nachzugehen, wäre einfacher und böte die Möglichkeit, sich mit der deutschen Arbeitswelt vertraut zu machen“, regte Karbaumer an. Die Grünen sehen darin zugleich Vorteile für die Gemeinde: Es gebe „vielfältige Aufgaben, die zum Teil nicht durchgeführt werden können, weil kein Personal zur Verfügung steht, zum Teil scheitert es auch an der Finanzierung“. Die Idee: Asylsuchende erhalten eine Aufwandsentschädigung und arbeiten halb- bis ganztags. So bekämen sie Gelegenheit, sich mit der hiesigen Arbeitswelt auseinanderzusetzen, von Kollegen Deutsch zu lernen sowie sich gebraucht und sinnvollen beschäftigt zu fühlen, statt unstrukturiert jeden Tag Langeweile zu ertragen. „Den Ein-Euro-Jobbern im Baubetriebshof hat diese Tätigkeit große Vorteile bei der Jobsuche gebracht. Sie konnten bereits eine feste Anstellung finden“, berichtet Karbaumer. Ihr und den Grünen im Unterhachinger Gemeinderat schwebt vor, Asylsuchenden per Ein-Euro-Job bei der Gemeinde anzustellen und in Einrichtungen wie Nachbarschaftshilfe oder Altersheim stundenweise einzusetzen: beispielsweise in der Küche von Seniorenbetreuungseinrichtungen, in der Nachbarschaftshilfe bei Gartenpflege, in der Hausmeisterei von Schulen und Sozialeinrichtungen, in der Pflege von Grünanlagen, beim Seniorencafe oder Mittagstisch im Kubiz. (mbe)

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