Auf 50 Jahre Zweckverband stoßen an: (v.l.) Vorsitzender Edwin Klostermeier, Landrätin Johanna Rumschöttel, Brunnthals Bürgermeister Stefan Kern, Ayings Bürgermeister Johann Eichler sowie Geschäftsführer Georg Wagner. foto: Robert Brouczek

Eine Erfolgsgeschichte

Ottobrunn - Zuerst der Abwasserbetrieb, dann die Abfallwirtschaft: Zum 50-jährigen Bestehen des Zweckverbands München-Südost kann der Vorstand auf eine erfolgreiche Entwicklung verweisen. Lobende Worte kamen auch von Landrätin Johanna Rumschöttel.

Edwin Klostermeier kann sich noch gut an die Zeit der Siebziger und Achtziger Jahre erinnern: Beinahe täglich seien damals Negativschlagzeilen zur Abwasserproblematik erschienen, schilderte der Vorsitzende des Zweckverbands München-Südost bei der Jubiläumsveranstaltung in der Geschäftsstelle am Haidgraben. Man sei noch weit davon entfernt gewesen, über Kläranlagen die Umwelt zu schonen. „Meist wurde das Abwasser völlig ungefiltert in unsere Flüsse und Bäche eingeleitet.“ Verdreckt und schäumend sei es gewesen - unschöne Bilder, die inzwischen der Vergangenheit angehörten.

„Heute wird über modernste High-Tech-Anlagen das Abwasser gereinigt und in Trinkwasserqualität dem Wasserkreislauf wieder zugeführt.“ Aus Klärschlamm könne sogar Biogas hergestellt werden. Beim Abwasser-Zweckverband südöstlich von München, dem die Gemeinden Ottobrunn, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Aying, Brunnthal, Sauerlach, Neubiberg und Putzbrunn mit insgesamt 85 000 Bürgern angehören, herrscht Freude: Über eine „glückliche Hand“ habe man seit Bestehen der Einrichtung verfügt, wie Klostermeier sichtlich stolz hervorhob.

Aus der Taufe gehoben wurde der Zweckverband von den Gemeinden Ottobrunn und Neubiberg am 31. Dezember 1960 - zunächst mit dem Ziel, die Abwasserbeseitigung in Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu organisieren. Bereits 14 Jahre später standen die Zeichen auf Expansion: Ab 1974 übernahm der Zweckverband auch die Aufgabe der Abfallentsorgung.

Anfang der Neunziger Jahre kamen dann sukzessive die anderen Verbandsgemeinden hinzu, was millionenschwere Investitionen nötig machte: So wurde 1993 mit der technischen Erschließung der Gemeinde Brunnthal begonnen, später folgten Aying und Sauerlach. „Voraussichtlich im Jahr 2013 werden die restlichen Ortsteile dieser Gemeinden abgeschlossen sein“, informierte Geschäftsleiter Georg Wagner.

Das Kanalnetz beläuft sich inzwischen auf eine Länge von 298 Kilometern. Rund 121 Millionen Euro wurden hierfür ausgegeben. Rumschöttel lobte in ihren Grußworten vor allem den Gemeinschaftsgedanken: Indem sich die acht beteiligten Gemeinden zu einem Verband zusammengeschlossen hätten, sei wichtigen Synergie-Effekten der Weg bereitet worden. Nicht zuletzt sei der Zweckverband zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im südöstlichen Landkreis geworden: Insgesamt 85 Arbeitnehmer und zwei Auszubildende sind dort derzeit beschäftigt.

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