Ein Schäfer zeigt den Besuchern ein Lamm. Foto: GEFÖ

Eines der schönsten Feste

Oberschleißheim - 20 Rassen bei Schäferfest Hochmutting

Oberschleißheim - Das Schäferfest in Hochmutting ist mit seinem mittelalterlichen Basar nicht nur der ideale Ort für einen Ausflug. Wem der Sinn danach steht, der kann sogar vieles lernen. Das große Thema der Familie Hoyler, die alle zwei Jahre zum Schäferfest bittet, ist die Nachhaltigkeit.

Gesunde Schafe, die erstklassige Wolle spenden und schlussendlich auch noch gut schmecken. 1200 Mutterschafe hält Familienoberhaupt Thomas Hoyler (38), der nach dem Tode seines Vaters den Betrieb vor eineinhalb Jahren übernahm; in der Regel Merinoschafe. Das Herz des Schäfers aber hängt an den 100 Moorschnucken, die er sich nur aus Liebhaberei gönnt. „Gott sei dank haben wir unsere Liebhaberschafe.“ Über 20 Schafrassen stellen die Hoylers ihren Gästen beim Schäferfest vor. In hölzernen Gattern ist den Tieren einer der wenigen Plätzchen unter Schatten spenden Bäumen reserviert.

Gäste strömen in Scharen auf den Hof. Auf dem Grill in der Scheune brutzelt Lammfleisch. Die Schlange der Hungrigen reicht bis weit auf den Hof.

Günther Beil hat alle Hände voll zu tun. Traditionell packen der Vorsitzende der Oberbayerischen Schafhaltervereinigung und seine Helfer mit an, wenn es gilt, bei den Hoylers ein Fest zu veranstalten: vom Ponyreiten über den Lehrbienenstand bis hin zu Anbietern von Käse, Wurst und Filzpantoffeln. Gegenüber spinnt eine Frau auf alte Art Wolle. Auch die Musiker von der Amperthaler Blechmusi freuen sich über einen kühlen Tropfen Frischgezapftes. Gerade schlendert Bürgermeister Christoph Kuchlbauer mit Gattin vorbei. „Eines der schönsten Feste überhaupt“, meint er, bevor er der Duftspur des Lammbratens folgt. an

Auch interessant

Kommentare