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Wertstoffhof Unterhaching
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Seltener geschlossen sein als bisher soll künftig der Wertstoffhof Unterhaching.

Dreiteiliges Konzept

Einfacher entsorgen: Unterhaching optimiert seinen Abfall

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Nicht jeder Abfall, von Rasenresten mit Elektroschrott, ist gleich. Um alles noch besser sortenrein zu trennen, optimiert die Gemeinde Unterhaching ihr Entsorgungssystem.

Unterhaching – Wohin mit Sperrmüll und Grüngut? Die Gemeinde Unterhaching überarbeitet ihr Sammelsystem, erweitert zusätzlich die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs. Ziel der Optimierungsoffensive: ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis – und letztlich mehr Service für die Bürger.

Teil eins von drei Optimierungsmaßnahmen betrifft die Sperrmüllaktionen. Die findet bis dato zehn Mal pro Jahr an vier Standorten (Wallbergstraße, St.-Alto-Straße, Zwergerweg und Finsinger Weg statt) – an Containern können dort Sperrmüll und Grüngut entsorgt werden. In mehrfacher Hinsicht funktionieren diese Aktionen aber nur mäßig.

Da nur ein Container für Sperrmüll aufgestellt wird, erfolgt keine Trennung – um die aufwändige Sortierung kümmern sich erst später die Mitarbeiter der Firma Schallmoser. Was hohe Kosten verursacht. Hinzu kommt, dass die Sperrmüllaktionen zu wenig genutzt werden im Sinne einer effizienten Auslastung.

Weniger Aktionstermine, mehr Container

Deshalb ändert die Gemeinde nun das Konzept. Statt zehn soll es nur noch vier Aktionstermine pro Jahr geben, jedes Quartal einen. Dafür sollen dann mehrere Container aufgestellt werden, um eine sortenreine Trennung sowie die (bisher nicht mögliche) Entsorgung von Elektroschrott zu ermöglichen.

Über ihre digitalen Plattformen, insbesondere die Abfall-App, sollen die Sperrmüllaktionen gezielter als bisher beworben werden, um mehr Unterhachinger zu dieser Form des Mülltrennens und Ausmistens zu animieren. „Dezentrale Sperrmüllaktionen sind sehr sinnvoll, speziell für Leute ohne Auto“, sagte Stefan König (Grüne) im Bauausschuss.

Entzerrung bei Gartenabfällen

Zweiter Punkt der Optimierungsoffensive: die Sammlung von Grüngut und Gartenabfällen. Besonders im Frühjahr und Herbst kommt es im Wertstoffhof zu Staus bis weit auf die Biberger Straße, was den Durchgangsverkehr behindert. Ob sie ihre Gärten nun frühlingsfit oder winterfest machen, den Bürgern möchte die Gemeinde entgegenkommen: Um den Andrang am Wertstoffhof zu entzerren, sollen ab 2021 jeweils im April und im Oktober für zwei Wochen an der Wallbergstraße (Volksfestplatz) ein Grüngut-Presswagen aufgestellt werden. Details wie die Betreuung durch Fachpersonal sowie die Öffnungszeiten dieser mobilen Anlage werden noch eruiert.

„Fieberkurve“ zeigt Auslastung an

Punkt drei dreht sich um die generelle Auslastung des Wertstoffhofs. Um dort Wartezeiten zu reduzieren, hat die Gemeinde aufgrund bisheriger Erfahrungswerte eine „Wertstoff-Ampel“ erstellt, um für die Stoßzeiten zu sensibilisieren. Grün (meist geringe Wartezeiten) ist sie montags, mittwochs und freitags von 18 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 10 Uhr, gelb (teils erhöhtes Aufkommen) montags, mittwochs und freitags von 17 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 11 Uhr, rot (oft erhebliche Wartezeiten) montags, mittwochs und freitags von 115 bis 17 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr,

„Es handelt sich um keine dynamische Live-Ampel, sondern um eine Fieberkurve aufgrund unserer Erfahrungswerte“, erläuterte der Chef der Bauverwaltung, Stefan Lauszat. Als zusätzliche Öffnungstage des Wertstoffhofs sind nun Dienstag oder Donnerstag von 15 bis 19 Uhr im Gespräch, um weitere Entzerrung zu generieren. „Mit Push-Nachrichten auf unserer Abfall-App, für die es schon über 13 000 Downloads gab, wollen wir darüber noch gezielter informieren“, ergänzte Lauszat.

Bei den Kommunalpolitikern stießen die geplanten Neuerungen auf positive Resonanz. Als „sehr begrüßenswert“ erachtete CSU-Fraktionschef Korbinian Rausch die erweiterten Öffnungszeiten am Wertstoffhof. Stefan König (Grüne) regte an, „nach einem Jahr Bilanz zu ziehen und die Änderungen zu evaluieren“.

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