Die letzten Reste der alten Brücke trägt der Bagger an der Alpenblickstraße ab. foto: hermsdorf

Eisenbahnbrücke ist Geschichte

Schäftlarn - Die Brücke über die Eisenbahnlinie an der Alpenblickstraße gehört seit dem Wochenende der Vergangenheit an. Wie berichtet, wird derzeit das Bogentragwerk aus dem Jahre 1898 durch eine moderne Stahlkonstruktion ersetzt.

Zudem soll ein Gehweg für mehr Sicherheit der Fußgänger sorgen. „Tragkraft und Zustand sind mehr als bedenklich“, mussten die Planer des Büros Trepte Häusele dem Gemeinderat bereits vergangenes Jahr mitteilen. Eine Sanierung sei unmöglich. Allerdings wird die neue Brücke aufgrund der aktuellen Sicherheitsvorgaben der Bahn bezüglich der Oberleitungen höher als das alte Bauwerk.

Bereits seit Mitte April ist die Alpenblickstraße für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt, um das Erdreich der Rampen abtragen zu können. Ab Freitagbend wurde dann die Strecke auch komplett für den S-Bahn-Verkehr gesperrt und zwischen Wolfratshausen und Mittersendling Schienenersatzbusse eingesetzt. „Am Samstag früh haben wir mit den eigentlichen Arbeiten begonnen“, berichtet ein Mitarbeiter vor Ort. „Zuerst wurden die Oberleitungen abgebaut und ein Gleisschutz auf die Schienen aufgebracht, gegen neun Uhr begannen die Bagger mit ihrer Arbeit - das war dann gleichzeitig auch der Weckruf für die Nachbarn.“ „Wenn alles nach Plan läuft“, so Bürgermeister Matthias Ruhdorfer, „fährt die S-Bahn ab Montag wieder wie gehabt.“

Während sich für die Pendler die Situation wieder entspannt, müssen sich die Anwohner noch etwas gedulden, bis sie ihre gewohnt Fahrtroute wieder nutzen können: Der Aufbau der neuen Brücke mit allen dazugehörigen Arbeiten werden sich laut Dietmar Butscheck, Diplom-Ingenieur des Büros Schönenberg und Partner, noch bis Ende Oktober hinziehen.

sh

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